Anzeige

Notstand in der Zwergenhöhle

Noch herrscht Ferienstimmung in der Kita Zwergenhöhle in Grafhorst, doch klar ist: Die Kita mus dringend erweitert werden. Foto: Erik Beyen

Zu viele Kinder, zu wenig Platz: Die Samtgemeinde Velpke baut massiv Kindergartenplätze aus.

Von Erik Beyen, 02.08.2017.

Velpke. In der Kita-Landschaft der Samtgemeinde bewegt sich was: Velpke bekommt eine neue Kindertagesstätte, Grafhorst will anbauen und Bahrdorf muss seine Einrichtung gründlich sanieren und „erheblich erweitern“, sagt Bürgermeister Rüdiger Fricke.

Der gesteckte Zeitplan ist sportlich gewählt, aber: „Der Bedarf an Betreuungsplätzen ist gegeben. Wir müssen handeln“, so Fricke. Noch in diesem Jahr beginnen die Arbeiten für die neue Kindertagesstätte in Velpke.
2,9 Millionen Euro soll die Kindertagesstätte gleich neben der Carl-Friedrich-Gauß-Oberschule kosten. Dafür entsteht ein modernes Gebäude mit Putz- und Holzfassade im Wechsel. Im Innern finden unter anderem vier Gruppenräume Platz, wobei Kindergarten und Krippe baulich klar getrennt sein sollen. Außerdem sind ein großer Bewegungsraum sowie ein Kinderrestaurant – so nennt man einen Speisesaal heute – geplant. Der Auftrag für den Rohbau werde in den nächsten Tagen erteilt, die Ausschreibungen für die Gewerke Zimmerer, Dachdecker und Fassaden laufen bereits betont Fricke.
Die Kita in Grafhorst bekommt einen Erweiterungsbau mit einem Raum für das Personal, einer Garderobe, einem Schlafraum, einem Bereich für das Leitungspersonal und eine barrierefreie Toilette. Kostenpunkt: rund 240 000 Euro. „Die Vorlagen für den Erweiterungsbau sind fertig“, sagt Fricke. Das letzte Wort habe nun die Politik. 2018 würde der erste Mann im Velpker Rathaus gern mit den Bauarbeiten beginnen.

Auch in Bahrdorf wird wohl demnächst gebaut, denn die dortige Kita platzt sprichwörtlich aus allen Nähten. Fricke spricht von einer Vollsanierung und erheblicher Erweiterung. Es geht um einen Bewegungsraum von 50 Quadratmetern sowie einen Förderraum und weiteren für das Personal. Noch gebe es dafür aber weder konkrete Pläne noch Kostenschätzungen, so Fricke. Die Politik müsse zunächst eine grundsätzliche Entscheidung fällen. Gleichwohl halte er die Realisierung der Maßnahmen in 2019 für realistisch. Beschlüsse und Kosten sind bei weitem nicht das einzige Problem, mit dem sich Fricke befassen muss. Besonders für die neue Kita in Velpke braucht er Personal, mindestens 14 Erzieherinnen, Sozialassistentinnen, Kinderpflegerinnen und eine freigestellte Leistungskraft. In Velpke sind zwei Kindergarten- und zwei Krippengruppen geplant, jeweils eine integrativ. Dazu kämen, so der Verwaltungschef in einer Mail, Reinigungs- und Küchenkräfte sowie Aushilfen. Damit das pädagogische Konzept pünktlich zum Start der Kita am 2. Januar 2019 greifen kann, will Fricke zum 1. August 2018 bereits die Kitaleitung einstellen. An den fünf Kitas in der Samtgemeinde Velpke sind derzeit 78 Fachkräfte beschäftigt. Hinzu kommen sozialpädagogische Mitarbeiter für den Ganztagsschulbetrieb. Neue Kräfte zu finden, könne sich schwierig gestalten, sagt Fricke, „der Markt ist sozusagen wie leer gefegt.“
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.