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Nicht die Welt verändern, aber den Alltag erleichtern

Sprachen vor dem Netzwerk Integration (v.l.): Annette Schütze, Ute Necker, Prof. Hannes Schammann und Sozialdezernentin Andrea Hanke. Sabine Bartsch und Gabriele Mersch (r.) von der Initiative ART informierten über das geplante Info- und Begegnungszentrum für Flüchtlinge. Foto: T.A.

Ehrenamtliche Initiative ART organisiert ein Zentrum für Flüchtlinge.

Von Christoph Matthies, 15.09.2015.

Braunschweig. Die Hilfs- und Spendenbereitschaft für Asylbewerber ist derzeit auch in Braunschweig so groß wie nie. Bereits seit September 2014 kümmert sich die Initiative „Aktiv für Respekt und Toleranz“ (ART) darum, eine Willkommenskultur für die Flüchtlinge in der Landesaufnahmebehörde Kralenriede zu schaffen. In verschiedenen Kleingruppen koordinieren die ehrenamtlichen Helfer Spenden und organisieren Shuttle-Dienste oder Veranstaltungen wie das Internationale Sommer- und Kulturfest, das Ende Juni direkt vor dem Asylbewerberheim stattfand.

Vergangene Woche, auf einer Sitzung des 40 Institutionen umfassenden Braunschweiger Netzwerks Integration, die sich der „Willkommenskultur“ in der Löwenstadt widmete, gaben Sabine Bartsch und Gabriele Mersch von der Initiative ART Auskunft über ein weiteres ambitioniertes Projekt, das derzeit in den Startlöchern stehe. „Wir haben gestern, mit dem Roten Kreuz als Träger, den Mietvertrag für ein Gebäude unterschrieben“, verriet Mersch über das neue interkulturelle Zentrum, das bald eröffnen solle.

Günstig gelegen zwischen Asylheim und Innenstadt, soll Flüchtlingen hier vor allem mit Informationen geholfen werden. „Das Haus ist nicht riesengroß und wir können damit nicht die Welt verändern. Aber wir können dort sicher Fragen des Alltags beantworten und Konflikte abfangen, die sich in der Nachbarschaft ergeben“, erläuterte Mersch den Gedanken hinter den rund 50 Quadratmeter großen Räumlichkeiten, die ihren Besuchern auch einen kostenlosen Internetzugang bereitstellen sollen.

Eröffnet werden solle möglichst innerhalb der nächsten vier Wochen, Renovierungsarbeiten würden zunächst auf das Nötigste, etwa die Elektrik, beschränkt bleiben. „Wir möchten gerne Migranten miteinbeziehen, wenn sie die notwendigen Fähigkeiten haben“, sagte Mersch, die auch auf die Hilfsbereitschaft von Braunschweiger Handwerkern hofft.

Wo das Begegnungszentrum genau liege, wollten die Vertreterinnen der Initiative aber nicht verraten. „Wir möchten es ja heile eröffnen“, lautete die Begründung, die daran erinnerte, dass es in Deutschland nicht nur Hilfsbereitschaft und offene Arme gibt.
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1 Kommentar
Christoph Matthies aus Braunschweig - Innenstadt | 25.09.2015 | 09:58  
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