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Neues Tor zur Stadt entsteht

Auf dem Grundstück der ehemaligen Öffentlichen Bücherei beginnen im Herbst die Bauarbeiten.

Von Martina Jurk, 26.01.2011

Braunschweig. Das Gesicht der Innenstadt verändert sich dauernd. Lücken entstehen, werden geschlossen – aktuell an Kattreppeln und Hinter Brüdern.

Zurzeit regieren an beiden Standorten die Abrissbagger. Oft bleiben Passanten stehen und beobachten das Treiben. Das ehemalige Fernmeldeamt an Kattreppeln und die alte Öffentliche Bücherei Lange Straße/Hinter Brüdern sehen aus wie Ruinen. Aber Neues ist in Planung.
Von der ehemaligen Öffentlichen Bücherei ist fast nichts mehr zu sehen. „Bis Ende Februar ist das Gebäude vollständig abgerissen“, sagt Investor Jochen Staake. Entstehen wird ein 10 000 Quadratmeter großes viergeschossiges Gebäude, in dem ein Edeka-Markt mit 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche, eine Spielbank mit 1200 Quadratmetern Bruttogeschossfläche sowie Wohnungen und Büroräume untergebracht sein werden. Anfang März soll der Bauantrag gestellt werden, und nach Genehmigung könne im Herbst begonnen werden. Die Eröffnung des 20 Millionen Euro teuren Objekts ist laut Jochen Staake im Herbst 2012 geplant.
Seit dem Umzug der Öffentlichen Bücherei ins Schloss stand das Gebäude lange Zeit leer.
Damit eröffnete sich der Stadt die Chance, das rund 3750 Quadratmeter große Grundstück für einen neuen, prägnanten Eingang in die City im Kreuzungsbereich Gördelingerstraße/Lange Straße zu nutzen. Im Sommer vergangenen Jahres verkaufte die Stadt das Grundstück an die Staake GmbH & Co. Objekt BS-Stadtmauer KG. Insgesamt lagen drei Angebote vor. Für die Staake GmbH entschied sich die Stadt, weil „der Bebauungsentwurf von den O.M. Architekten (Ottinger) der gewünschten hohen Qualität von städtebaulicher Lösung (…) an diesem für die Innenstadt wichtigen Standort entspricht.“
Im Vorfeld des Bücherei-Abrisses hatte es Diskussionen über die Ansiedlung einer Spielbank gegeben. Der Kritikpunkt damals: Der Spielsucht würde Tür und Tor geöffnet. „Es handelt sich nicht um eine Spielhalle, sondern um eine Spielbank“, erklärt Jochen Staake. Die Spielbank Niedersachsen GmbH habe erklärt, so die Stadtverwaltung in der Ratssitzung am 22. Juni 2010, „Lebend“- beziehungsweise Tischspiel, Automatenspiel sowie einen Barbereich anbieten zu wollen. Es werde ein deutlich anderes Publikum angesprochen, als es typischerweise für Spielhallen bekannt sei. Die Spielbank sei eine sinnvolle Ergänzung zum gegenüberliegenden Kino- und Gastronomiekomplex an der Langen Straße.
Bei den Abrissarbeiten am alten Fernmeldeamt an Kattreppeln ist der Blick freigeworden auf die rückwärtigen Hofgebäude der alten Oberpostdirektion an der Friedrich-Wilhelm-Straße. Das Fernmeldeamt wird abgerissen, denkmalgeschützte Teile der ehemaligen Oberpostdirektion wie Turm und Backsteinfassade bleiben erhalten. An Kattreppeln soll ein Geschäftshaus mit rund 4000 Quadratmetern Handelsfläche entstehen. „Das neue Einkaufs- und Erlebniszentrum stellt eine attraktive Anziehungskraft für Jung und Alt dar“, sagt Maic Laubrich, Geschäftsführer der Kanada Bau Gruppe, die für die Eigentümerin Alte Post GmbH & Co. KG insgesamt 25 Millionen Euro investiert. Der Sportartikelanbieter Sport-Scheck mietet rund 2600 Quadratmeter Fläche auf zwei Ebenen. Als zweiten Großmieter konnte Kanada-Bau den Jako-O-Familystore gewinnen, der damit das erste Ladengeschäft in Niedersachsen eröffnet (rund 1200 Quadratmeter Fläche auf zwei Ebenen). Mit KSP Jürgen Engel Architekten sollen der denkmalgeschützte Turm und die historische Fassade in den neuen Gebäudekomplex integriert werden. Für Maic Laubrich hat das Objekt ein hohes Erfolgspotenzial. Es stärke die 1A-Lage Hutfiltern/Damm und Kattreppeln. Eröffnet werden soll das Zentrum im Frühjahr 2012.
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