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Neue Tonne für Wertstoffe

Informationsveranstaltung am Mittwoch

. Von Marion Korth, 14.10.2012

Braunschweig. Schwarz, Grün, Blau und bald Gelb: Die Braunschweiger sollen noch eine zusätzliche Tonne vor die Tür gestellt bekommen, damit mehr Wertstoffe gesammelt und wiederverwendet werden können.

In die Wertstofftonne gehört die Käseverpackung aus Plastik ebenso wie alte Pfannen, Töpfe oder Plastikblumentöpfe. Die Stadt will den Bürgern das geplante System am Mittwoch (17. Oktober) ab 18 Uhr im Congress-Saal der Stadthalle vorstellen. Der Rat entscheidet darüber in seiner Sitzung im November. Die Verwaltung will die neue Wertstofftonne im Januar 2014 einführen. Ziel ist es zum einen, die Sammelquoten für Leichtverpackungen zu erhöhen und zum anderen die Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes zu erfüllen, das spätestens ab 2015 eine umfassende getrennte Sammlung der Wertstoffe Papier, Metall, Kunststoff und Glas vorsieht.

Verschmutzte und überfüllte Containerstationen, viel zu geringe Sammelquoten – schon lange war klar, dass sich an dem bisherigen System etwas ändern muss. Neu ist vor allem, dass mit der Einführung der gelben Tonnen das bisherige Bringsystem vom für die Bürger bequemeren Holsystem abgelöst wird. Aus Sicht der Verwaltung sei dies die einzige sinnvolle Möglichkeit, um eine gute Erfassungsquote zu erreichen. Komplett abgebaut werden die Sammelstationen deshalb trotzdem nicht, zentral aufgestellte Container wird es weiterhin für Glas, Papier oder auch Alttextilien geben.
Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer hatte auf Anfrage der Grünen den Rat am Donnerstag darüber informiert, wie weit die Vorbereitungen für das neue System vorangeschritten sind. Zwei Gutachten sollen zunächst darüber Klarheit bringen, welche Auswirkung die Getrenntsammlung von Plastik und Metall zum Beispiel auf den Füllstand der Restmülltonnen hat, außerdem werde die von Alba vorgelegte Kostenkalkulation überprüft. Für die Sammlung und Verwertung von Verpackungen ist das Duale System System zuständig, nicht aber für andere Gegenstände aus Plastik oder Metall wie Rührschüssel oder Bratpfanne. In diesem Bereich kommen Kosten auf die Stadt zu. Für den Vier-Personen-Haushalt mit 120-Liter-Restmülltonne könnte die Gebührenerhöhung rund 65 Cent monatlich ausmachen, sagte Leuer.
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