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Neue Staugefahr auf der Autobahn 2

Autobahnkreuz Hannover-Ost wird umgebaut.

Von Marion Korth, 10.10.2010.

Braunschweig. Die Autobahn 2 ist für ihre Staus berühmt und berüchtigt. Auf Höhe des Autobahnkreuzes Hannover-Ost, dessen Umbau in dieser Woche begonnen hat, wird es für die nächsten sechs bis sieben Wochen besonders eng. „Für diese Zeit werden auf der A 2 nur zwei Streifen je Fahrtrichtung zur Verfügung stehen, da kann es zu Spitzenzeiten Staus geben“, sagt Joachim Ernst von der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Diese verbleibenden zwei Fahrspuren hätten jedoch gute Durchfahrbreiten – auch für Lastwagen. „Da ist es möglich, 80 zu fahren und nicht nur 60, das macht schon einen Unterschied“, erläutert Ernst. Das Autobahnkreuz Hannover-Ost verbindet die A 2 mit der A 7. Die A 7 soll von der Hildesheimer Börde bis zum Autobahndreieck (AD) Walsrode durchgehend sechsstreifig geführt werden. Dieses Ziel ist fast erreicht, bisher fehlt lediglich ein rund ein Kilometer langes Teilstück zwischen dem AD Hannover-Nord und dem AD Hannover-Süd. In diesem Teilstück befindet sich das Autobahnkreuz (AK) Hannover-Ost, das die hoch belasteten Autobahnen 7 und 2 miteinander verbindet. Das AK Hannover-Ost sei dem Verkehrsaufkommen in der derzeitigen Form nicht mehr gewachsen. Eine Verkehrszählung im Jahr 2005 ergab nach Informationen der Landesbehörde Verkehrsbelastungen auf der A 2 von rund 112 000 Kraftfahrzeugen täglich (davon rund 21 000 Lkw) und auf der A 7 von rund 70 000 Kraftfahrzeugen täglich (davon rund 11 500 Lkw). Verkehrsexperten gehen davon aus, dass die Verkehrsbelastung in den nächsten Jahren noch erheblich steigen dürfte.
Die zurzeit in diesem Teilstück je Richtungsfahrbahn zur Verfügung stehenden Fahrstreifen auf der A 7 sind für eine solche Verkehrsbelastung nicht ausgelegt; darüber hinaus wurde auf der A 2 seinerzeit beim sechsstreifigen Ausbau aus Platzgründen auf die Standstreifen vorerst verzichtet, was aus heutiger Sicht nicht mehr die Anforderungen an eine solch hoch belastete Autobahn erfüllt.
Knackpunkt ist außerdem eine im Jahr 1962 errichtete Spannbetonbrücke, die dringend instandgesetzt werden muss, zudem weist sie derzeit zu geringe Durchfahrtsbreiten auf.
Während der nächsten sieben Wochen ist ein direkter Wechsel über die Verbindungsrampen von der A 2 Richtung Kassel nicht möglich, sodass der Umweg über die nächstgelegenen Autobahnkreuze genommen werden muss. Die Tangenten bleiben geöffnet, die Auffahrt auf die A 7 Richtung Hamburg bleibt bestehen. Mit dem Bau der Brücke wird nach der Computermesse Cebit im März nächsten Jahres begonnen, dann werden sich Autofahrer erneut auf Einschränkungen einstellen müssen.
Sowohl die Autobahn 2 als auch die Autobahn 7 werden nach Abschluss der Bauarbeiten, geplant für Frühjahr 2013, sechsstreifig (drei Fahrstreifen je Richtung) befahrbar sein. Die Verteilerfahrbahnen parallel der Hauptfahrbahnen werden größtenteils je zweistreifig befahrbar sein. Die Baukosten inklusive der neuen Brücke belaufen sich nach Angaben der Landesbehörde auf rund 23 Millionen Euro und werden vom Bund getragen.
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