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Neue politische Beteiligung

Das Bürgerforum 2011 traf sich zur Auftaktveranstaltung.

Von Alexandra Wolff, 13.03.11

„Zukunft braucht Zusammenhalt. Vielfalt schafft Chancen“. Unter diesem Motto trafen sich am Sonnabend 222 Braunschweiger in der Mensa 2 des Studentenwerkes in der Beethovenstraße. Sie alle nahmen an der Auftaktveranstaltung des Bürgerforums 2011 teil.

Das Bürgerforum stellt nach Angaben der Initiatoren eine neue Form der Bürgerbeteilung dar. Es gebe vielen Menschen die Möglichkeit, sich aktiv für die Entwicklung unserer Gesellschaft einzusetzen. Bei dem Bürgerforum handelt es sich um eine Initiative des Bundespräsidenten mit der Bertelsmann- und der Heinz-Nixdorf-Stiftung.
„Fast die Hälfte der ausgewählten Braunschweiger hat zwar für heute abgesagt, will sich aber auf jeden Fall online beteiligen“, so Rita Küttner im Interview. Sie ist Projektleiterin und Regionalorganisatorin. Durch die Veranstaltung führte Birgit Böhm von der Agentur Mensch und Region.
Oberbürgermeister Gert Hoffmann würdigte in einer Mitteilung der Stadtverwaltung das Engagement der insgesamt 400 Braunschweiger Teilnehmer am Online-Bürgerforum 2011.
Bildung, familiäre Lebensformen und Integration sind nur drei der insgesamt sechs Themen, mit denen sich am gestrigen Sonnabend das Bürgerforum auseinandergesetzt hat.
Die 222 Braunschweiger fanden sich bei der Auftaktveranstaltung gestern in sechs Ausschüssen zusammen und diskutierten über unterschiedliche gesellschaftliche Themen: Neben Bildung, familiären Lebensformen und Integration ging es um Demokratie und Beteiligung, um Demografie und um Solidarität und Gerechtigkeit.
„Als erstes sollten die Teilnehmer benennen, welche Herausforderungen ihnen in den einzelnen Themenbereichen besonders unter den Nägeln brennen“, erläuterte Rita Kütter, Projektleiterin und Regionalorganisatorin im Gespräch. „Zu den brisantesten Problemen sollten sie in einem weiteren Schritt vier Lösungsvorschläge erarbeiten.“ Einer der Vorschläge des Ausschusses Integration war „Abbau von Vorurteilen durch Informationen“. „Anpassung des Sozialsystems“ ein weiterer des Ausschusses Demokratie. Weitere Argumente können die Teilnehmer online austauschen. Die Lösungsideen fassen sogenannte Bürgerredakteure zu einem Bürgerprogramm zusammen. Die regionalen Bürgerprogramme werden dann Mitte Mai der Öffentlichkeit vorgestellt und mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft diskutiert.
Die Teilnehmer unterschiedlichen Alters, Geschlechts und formellen Bildungsstands waren mit Feuereifer dabei. Oft reichten die 20 Minuten Diskussionszeit nicht. Die Moderatorin Birgit Böhm musste die Diskutanten mehrmals um Ruhe bitten, wenn sie den nächsten Schritt erläutern wollte. Doch die kurzen Arbeitsphasen waren nötig: „So verhindern wir, dass die Teilnehmer sich verzetteln“, so Online-Moderator Thomas Karnstedt.
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