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Neue Impulse für die Verkehrsplanung

Interessante Vorschläge mit Substanz: Reinhard Siekmann (Umweltzentrum), Robert Slawski (BUND) und Michael Walther (Braunschweiger Forum) liefern „Anregungen zum Stadtbahnausbaukonzept 2014“. Orientiert haben sich die Urheber unter anderem an einer (im Hintergrund sichtbaren) Planskizze der Braunschweiger Verkehrs-AG aus dem Januar 1999. Foto: Sylvia Herden

Vier Braunschweiger Verbände haben gemeinsam einen fundierten Beitrag zum Ausbau des Stadtbahnnetzes vorgelegt.

Von Christoph Matthies, 08.09.20913

Braunschweig. Der Rat der Stadt hatte die Bürger aufgefordert, Vorschläge zum Ausbau des Stadtbahnnetzes vorzulegen. Ein durchaus beachtliches Konzept haben vier Verbände gemeinsam erarbeitet.

Gerade einmal 14 Tage hatten die Braunschweiger Zeit, ihre Ideen zum Straßenbahnsystem zu Papier zu bringen und einzureichen. Eigentlich eine viel zu kurze Frist, findet Michael Walther, Vorstand des Braunschweiger Forums, das sich mit bürgernaher Stadtplanung beschäftigt. Gemeinsam mit dem lokalen BUND, dem Umweltzentrum Braunschweig und dem Verkehrsclub Deutschland hat Walther dennoch auf 30 Seiten „Anregungen zum Stadtbahnausbaukonzept 2014“ vorgelegt, die sich sehen lassen können.
Teilweise beruhend auf früheren Planungen oder nie umgesetzten Ratsbeschlüssen, misst das Papier der Verbände drei Projekten höchste Priorität bei und ermittelt sogar deren ungefähren Finanzbedarf. Konkret sind das:
1. Die Verlegung der Buslinie 411 auf die Schiene. Kern dieses Vorhabens ist die westliche Innenstadtstrecke (Friedrich-Wilhelm-Platz über Brabandt- und Gördelinger bis zur Langen Straße) sowie ein Streckenneubau vom Radeklint über den Rudolfplatz bis nach Lehndorf und weiter bis zum Kanzlerfeld/Lamme.
2. Die Streckenverlängerung der Straßenbahnlinie 3 durch Volkmarode. Dies in Verbindung mit einer Gleisschleife am Bahnhof Gliesmarode, um eine Wendemöglichkeit zu schaffen und das Umsteigen in den regionalen Bahnverkehr zu erleichtern.
3. Eine Strecke Braunschweig-Wendeburg-Harvesse. Diese Idee basiert auf Überlegungen der nicht realisierten Regiostadtbahn und würde sich deren bereits erfolgten baulichen Vorleistungen zunutze machen.
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