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Neue Abteilung für Integration

Rat stimmte geschlossen für ein Konzept, das Asylsuchende integrieren soll.

Von Birgit Leute, 16.03.2016.

Braunschweig. Einstimmig hat der Rat dem Integrationskonzept für Flüchtlinge zugestimmt, das vom Sozialdezernat in den vergangenen Wochen unter Hochdruck ausgearbeitet wurde.

Die Ziele darin sind ehrgeizig: Die bis zu 1000 erwarteten Flüchtlinge in 2016 sollen nicht nur bestmöglich untergebracht, sondern auch optimal integriert werden. Die Verwaltung plant dafür, eine neue Abteilung zu schaffen.
„Angesichts der enormen Herausforderungen durch die Flüchtlingsströme“, so Sozialdezernentin Dr. Andrea Hanke, „ist es zwingend notwendig, auf vielerlei Ebenen flexibel zu reagieren und auch die Verwaltung zu optimieren.“
Noch trägt die Abteilung, die beim Fachbereich Soziales und Gesundheit angesiedelt ist, einen Arbeitstitel „(„Flüchtlinge und Integration“), doch schon jetzt ist klar: Es werden eigens Stellen – unter anderem die eines Abteilungsleiters, Fachleute für Unterbringung und Leistungsbezüge sowie Sozialarbeiter – geschaffen. Außerdem soll das Büro für Migrationsfragen angegliedert werden.

Das Arbeitsfeld ist anspruchsvoll, denn nach dem Konzept soll eine sozialpädagogische Betreuung in den Erstaufnahmen und dezentralen Unterkünften, Gesundheitsversorgung, frühkindliche Bildung, Schulbesuch und Sprachförderung für die Flüchtlinge sichergestellt werden. Außerdem sieht der Plan einen schnellen Zugang zum Arbeitsmarkt und eine Regelung der Wohnsituation im Anschluss an die Unterbringung in den dezentralen Unterkünften vor.

Die Fraktionen von SPD, CDU, Grünen, Bibs, Linke und Piraten lobten den Ansatz – und auch die Schnelligkeit, mit der die Verwaltung das Konzept erarbeitet hat. „Wir sind auf einem guten Weg“, begrüßte Annette Schütze von der SPD den Plan. Es sei positiv, dass das Konzept weit über akute Hilfen hinausgehe, freute sich auch Elke Flake von den Grünen, bemerkte allerdings kritisch: „Die Integration betrifft nicht nur die jetzt hier ankommenden Flüchtlinge, sondern alle Einwanderer, die in unsere Stadt kommen. Der Prozess hört nicht nach einem Jahr auf.“

Andere wie Udo Sommerfeld von den Linken warnten außerdem vor einer Neiddebatte, sollten sich Politik und Verwaltung zu stark auf die Flüchtlinge konzentrieren. „Vor allem bei der Integration in den Arbeitsmarkt dürfen wir nicht vergessen, dass es in unserer Region viele Menschen gibt, deren Einkommen nicht reicht, die nicht am Wohlstand teilhaben.“
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