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Neubau mit modernster Technik: Drei Partner unter einem Dach

Braunschweig, Peine und Wolfenbüttel teilen sich Kosten für Feuerwehr-Regionalleitstelle.

Von Marion Korth, 12.03.2016.

Braunschweig. Drei Unterschriften machten am Dienstag vergangener Woche den Kooperationsvertrag zum Bau einer neuen gemeinsamen Regionalleitstelle perfekt.

Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz werden für alle drei Kommunen unter einem Dach koordiniert – „Eine Investition in die Sicherheit für rund eine halbe Million Menschen“, sagte Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth.

Das Vertragswerk steht sinnbildlich für „ein gutes Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit“, wie Wolfenbüttels Landrätin Christiana Steinbrügge es formulierte. Braunschweig übernimmt mit 60 Prozent den Löwenanteil an der Finanzierung, die Landkreise Wolfenbüttel und Peine jeweils 20 Prozent. Das neue Führungs- und Lagegebäude mit der Regionalleitstelle soll an der Feuerwehrstraße, gegenüber der Hauptfeuerwache, entstehen. Baubeginn wird im Jahresverlauf 2017 sein, die Gesamtkosten sind mit 13,3 Millionen Euro veranschlagt, wovon rund die Hälfte, die die drei Kommunen gemeinsam aufbringen, auf die Regionalleitstelle und ihre Ausstattung entfällt.

Die Stadt Braunschweig profitiert von der Vereinbarung für den Neubau, weil sie zusätzlich dringend Platz für den Katastrophenschutzstab, Führungskräfte sowie die Verwaltungsabteilung des Fachbereichs Feuerwehr benötigt. Es war erklärtes Ziel, die Arbeitsbedingungen der Berufsfeuerwehrleute, die seit Jahren bemängelt werden (die nB berichtete) endlich zu verbessern.
Die Zusammenarbeit, die nun in dem Bau der Regionalleitstelle mit modernster Technik gipfelt, hat eine zehnjährige Vorgeschichte.

Seit 2006 beziehungsweise 2007 laufen die Notrufe aus den beiden Landkreisen in der Braunschweiger Leitstelle ein. Die Synergieeffekte, die schon damals für den gemeinsamen Betrieb sprachen, haben auch jetzt die Beteiligten überzeugt. „Wir haben zwischenzeitlich auch nach Salzgitter geguckt, aber die Zusammenarbeit mit Braunschweig hat sich bewährt“, sagte Landrat Franz Einhaus (Peine). Der Übergang zur neuen digitalen Technik könne gemeinsam besser bewältigt werden, meinte er, ebenso die Personalausstattung. „Unsere Fachleute decken im Schichtsystem die Zeiten komplett ab“, sagte Oberbürgermeister Markurth. Die Kostenbeteiligung der Landkreise Peine und Wolfenbüttel wird über einen Zeitraum von 30 Jahren mit laufenden Entgeltzahlungen beglichen.
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