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Neonazis aufs Abstellgleis gestellt

Rechtsextreme wurden abgeschottet – Polizei: Taktik ist aufgegangen – Aufmarsch nach Peine verlegt.

Von Ingeborg Obi-Preuß
und Martina Jurk, 18.05.2011

Braunschweig. Gut gelaufen: Braunschweig feiert, die Nazis bleiben unter sich.

Bei der gestrigen Kundgebung von knapp 600 Rechtsextremen am Hauptbahnhof ist es zu keinerlei Zwischenfällen gekommen. Rund 4000 Polizeibeamte aus Braunschweig, der Region und anderen Bundesländern sperrten das Gelände um den Bahnhof weiträumig ab, um die Sicherheit zu gewährleisten. Den Rechtsextremisten war es vom Oberverwaltungsgericht untersagt worden, das zugewiesene Gelände am Hauptbahnhof zu verlassen und durch die Stadt zu marschieren. „Unsere Taktik ist aufgegangen. Auf beiden Seiten ist die Sache friedlich verlaufen, und genau so haben wir uns das vorgestellt“, erklärte Polizeisprecher Joachim Grande. Dem Aufruf des Aktionsbündnisses „Bunt stoppt Braun“ und des Bündnisses gegen Rechts folgten rund 2400 Menschen, die sich zu friedlichen Kundgebungen am Hauptbahnhof und an der KZ-Gedenkstätte Schillstraße versammelten. Mindestens 5000 Bürger feierten auf dem Kohlmarkt „Braunschweig international“, das größte multikulturelle Fest der Stadt, und ein buntes Familienfest auf dem Domplatz und dem Platz der deutschen Einheit.
Mit der „Braunschweiger Lösung“ unzufrieden, meldeten die rechtsextremen Gruppen kurzfristig eine Demo in Peine an, die die Stadt genehmigte. Gegen 14.50 Uhr beendeten die Teilnehmer der rechten Szene ihre Kundgebung in Braunschweig und fuhren nach Peine. Polizeibeamte wurden von einzelnen Gegendemonstranten mit Steinen beworfen. Angehörige der linken Szene blockierten kurzfristig Gleise, um die mit Zügen anreisenden Neonazis zu stoppen.
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