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Nadelöhr A 391

Die komplette Fahrbahnerneuerung zwischen der Anschlussstelle Hansestraße und dem Ölper Kreuz macht die Stadtautobahn über Monate zu einem Nadelöhr. Foto: Thomas Ammerpohl

Rückstaus und Raserei – Schon eine Tote.

Von Marion Korth, 02.04.2015.

Braunschweig. „Den ersten Verkehrstoten in diesem Jahr hatten wir auf der A 391“, sagt Polizeisprecher Wolfgang Klages. Eine 60-jährige Frau aus dem Landkreis Gifhorn hatte einen Stau im Baustellenbereich zu spät gesehen und fuhr auf einen Lkw.

Am Montag kollidierten zwei Lastwagen, die Stadtautobahn hatte daraufhin für drei Stunden Richtung Süden gesperrt werden müssen. Auch hier hatte ein Fahrer übersehen, dass der Lkw vor ihm bremst. Klages: „Wir rechnen mit weiteren Auffahrunfällen.“

Die komplette Fahrbahnerneuerung zwischen Anschlussstelle Hansestraße und Ölper Kreuz macht die Stadtautobahn über Monate zu einem Nadelöhr. Das Gefährliche sind die Rückstaus, die sich immer wieder bilden, dazu sich verändernde Fahrbahnführungen während der Bauzeit und leider auch immer wieder zu hohes Tempo. Erst neulich ist eine 24-Jährige im Baustellenbereich erwischt worden. Sie fuhr bis zu 138 Kilometer pro Stunde zu schnell, erlaubt ist Tempo 60 . Klages: „Ein Wahnsinn!“

Eine Übersicht über die derzeitigen Baustellen:

Die Erneuerung des Nordabschnitts der A 391 durch das Land Niedersachsen, der Abschluss der Sanierung der südlichen Hamburger Straße, Gleiserneuerungen der Verkehrs-GmbH am Hagenmarkt und am Leonhardplatz, Straßenbauarbeiten in der Museumstraße und der Abschluss des B-1-Ausbaus durch das Land am Raffturm: Das sind die sechs wichtigsten Tiefbauprojekte in diesem Jahr in Braunschweig.

„Sie erhalten und verbessern die Infrastruktur in unserer Stadt, was allen Bürgern zugutekommt“, sagt Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. Durch entsprechende Abstimmung würden die Belastungen der Anwohner und die Beeinträchtigung des Verkehrs so gering wie möglich gehalten. „Komplett lassen sich Überschneidungen allerdings nicht vermeiden, da sich die Großprojekte notwendigerweise über einen größeren Zeitraum erstrecken.“

Sanierung A 391

In vollem Gange ist die Sanierung der A 391, das heißt des Abschnitts zwischen der Oker und dem Autobahnkreuz Braunschweig-Nord, einschließlich der Auf- und Abfahrtsrampen im Bereich Hansestraße sowie des Autobahnkreuzes Braunschweig-Nord selbst. Die Arbeiten sollen im November abgeschlossen werden.

Hamburger Straße Süd

Zwischen A 392 und Rebenring werden die im vergangenen Jahr begonnenen umfangreichen Sanierungsarbeiten fortgeführt. Die Fertigstellung ist für den Herbst geplant.

Hagenmarkt

Die Braunschweiger Verkehrs-GmbH erneuert in den Sommerferien vom 23. Juli bis Anfang September die Gleisanlagen.

Leonhardplatz

Im Bereich des Leonhardplatzes finden von Mitte Juli bis Ende Oktober umfangreiche Arbeiten zur Erneuerung der Gleisanlagen sowie Kanal- und Leitungsbauarbeiten statt.

Museumstraße

Die Straße wird einschließlich Ver- und Entsorgungsleitungen komplett saniert, von Juni dieses Jahres bis voraussichtlich Ende Juli 2016.

B 1 am Raffturm

Der Umbau des Knotenpunktes B 1/Neudammstraße wird fortgeführt. Diese Arbeiten sollen bis Ende Mai dauern.

Hauptstraßen

Gleisquerung Hansestraße (Straßenbahn): Die Arbeiten im Auftrag der Braunschweiger Verkehrs-GmbH sollen im Zusammenhang mit der Sperrung der Rampe an der Anschlussstelle Hansestraße der A 391 erfolgen – in der Zeit vom 22. Juni bis 12. Juli.

Gleisquerung Gifhorner Straße (Hafenbahn DB): Die Arbeiten zur Erneuerung der Gleisanlagen der Hafenbahn sind für das Wochenende vom 21. August abends bis 24. August morgens in den Sommerferien vorgesehen. Diese Arbeiten erfolgen im Auftrag der DB Netz AG. Für diesen kurzen Zeitraum muss die Gifhorner Straße voll gesperrt werden. Als Umleitungsstrecken stehen Bienroder Weg und Bevenroder Straße zur Verfügung.

Bahnübergang Steinriedendamm: Ab Ende August bis voraussichtlich Ende November setzt die DB Netz AG unter Beteiligung der Stadt die restlichen Baumaßnahmen am Bahnübergang im Bereich Steinriedendamm/Forststraße um. In erster Linie handelt es sich um die Einrichtung der Schranken für den Kfz-Verkehr und den dafür erforderlichen Umbau der Einmündung. Der Bahnübergang wird für den Kfz-Verkehr stadteinwärts ab Ende August für etwa fünf Wochen gesperrt, der Verkehr stadteinwärts über die Bevenroder Straße umgeleitet.

Daneben sind Bauarbeiten an oder auf weiteren verkehrsrelevanten Straßen vorgesehen:

• Leitungsbau Auguststraße, • Kanalbauarbeiten Hans-Sommer-Straße, • Bushaltestelle Rebenring Höhe Bültenweg, • Kanalbauarbeiten Rebenring Höhe Eschenburgstraße, • Leitungsbau Rebenring/Hans-Sommer-Straße, • Straßensanierung Neustadtring Höhe Ernst-Amme-Straße, • Straßensanierung und Kanalbau Hintern Brüdern, • Straßensanierung und Leitungsbau Helmstedter Straße (zwischen Franz-Frese-Weg und Pillaustraße), • Radwegerneuerung Salzdahlumer Straße (nordwestlich von Mascherode), • Radwegneubau Salzdahlumer Straße (südlich von Mascherode), • Leitungsbau Salzdahlumer Straße (Borsigstraße bis Berliner Platz), • Straßenbau für den Brawo-Park Schillstraße und Willy-Brandt-Platz, • Gleisbau Willy-Brandt-Platz, • Bushaltestelle Theodor-Heuss-Straße, • Leitungsbau Sonnenstraße Ost/An der Martinikirche, • Gleisbau Donaustraße, • Radwegbau Neudammstraße, • Leitungsbau Alte Frankfurter Straße, • Leitungsbau Hordorfer Straße (Schapenstraße bis Schradersweg), • Leitungsbau Güldenstraße, • Leitungsbau Heinrich-Büssing-Ring, • Straßen- und Brückenbau Rüninger Weg, • Brückenbau Berkenbuschstraße, • Radwegneubau Leipziger Straße südlich Stöckheim.
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