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Nach den ersten Tränen optimistisch

Insolvenzantrag: Für die Kunden von Karstadt in Braunschweig ändert sich erstmal nichts

Von Martina Jurk

Braunschweig. Eine Riesenchance sieht Geschäftsführer Adolf Trill für Karstadt in Braunschweig. Am vergangenen Dienstag hatte der Mutterkonzern Arcandor Insolvenzantrag gestellt – die größte Insolvenz der deutschen Nachkriegsgeschichte.

43 000 Beschäftigte bundesweit sind betroffen und bangen um ihre Arbeitsplätze. Die Kunden fürchten um den Verlust eines seit 128 Jahren existierenden Traditionskaufhauses.
In Braunschweig ist Karstadt an drei Standorten vertreten und laut Aussage des Geschäftsführers gut aufgestellt. Die Situation sei gut. Wie es dennoch um die Gemütslage der Mitarbeiter steht, sei klar. „Alle mussten den Schock erstmal verdauen. Aber nach den ersten Tränen sind sie schon wieder etwas gefasster und optimistisch“, sagte Adolf Trill am Freitag.
Dass es weitergehen wird, davon ist der Geschäftsführer überzeugt. „Wir tun alles, damit sich für die Kunden nichts ändert. Wir haben das Lachen trotz der Krisensituation nicht verlernt, und wir sind freundlich zu unseren Kunden.“ Trill hofft, dass der Insolvenzverwalter einen guten Job macht. Das Wichtigste sei jetzt, dass die Deckungszusagen der Lieferanten eingehalten werden.
Inzwischen hat Arcandor-Konzernchef Karl-Gerhard Eick angekündigt, auch mit anderen Interessenten außer dem Konkurrenten Metro über die Zukunft von Karstadt zu verhandeln.
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