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Nach dem Fest geht es ins Heim

Holger Assmann, Martina Lantou und Alena Thielert (v.l.) präsentieren den als Hund verkleideten Kevin. Foto: Ammerpohl

Protest gegen das Verschenken von Tieren zu Weihnachten – Tierheime Hochkonjunktur.

Von Andreas Konrad, 19.12.2015.

Braunschweig. Was für Kevin am Dienstag im schlimmsten Fall eine sehr kühle Angelegenheit war, hat für betroffene Tiere meist großes Leid zur Folge

.

Mit einer drastischen Aktion machte die Tierschutzgruppe Peta (People for the ethical treatment of animals) darauf aufmerksam, dass Tiere keinesfalls als Geschenk unter den Weihnachtsbaum gehören.

300 000 Tiere in Heimen

Nach Aussage von Aktionskoordinatorin Alena Thielert werden jedes Jahr in Deutschland rund 300 000 Tiere in Tierheimen abgegeben. „Alle Jahre wieder werden nach Weihnachten unzählige Tiere abgegeben oder ausgesetzt und die Tierheime quellen über. Doch ein Tier ist kein Geschenk. Einen Pullover kann man umtauschen, ein Tier nicht“, so Thielert. Laut Peta habe sich in den letzten Jahren auch die Aufenthaltszeit von Hunden und Katzen in Tierheimen dramatisch erhöht: In Deutschland warteten demnach 25 bis 30 Prozent der Tiere zwölf Monate oder länger auf ein neues Zuhause.

Vorher kennenlernen

Ein Grund mehr, dass sich Mensch und Tier bereits vor der Aufnahme kennenlernen sollten, sagt Peta. Es sei eine langfristige Aufgabe, Tiere verantwortungsvoll aufzunehmen, und deshalb sei es nötig, sich damit im Vorfeld intensiv auseinanderzusetzen: „Wer sich gewissenhaft für ein Tier entscheidet, macht das nicht an einem Datum fest.“
Für Kevin war dann die kühle Angelegenheit in seinem engen Käfig zum Glück nach einer Viertelstunde vorbei, für die zweite Schicht sollte Holger ihn ablösen.
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