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Metaller legten die Arbeit nieder

Massive Warnstreiks gestern bei BMA, Bühler, Siemens und Zollern BHW in Braunschweig.

Von Martina Jurk, 15.05.2013.

Braunschweig. Die Metaller in Niedersachsen fühlen sich von ihren Arbeitgebern weiter hingehalten. Auch gestern gab es massive Warnstreiks unter anderem bei BMA, Bühler, Siemens und Zollern BHW in Braunschweig sowie bei MKN in Wolfenbüttel.

Allein gestern und vorgestern legten rund 1100 Beschäftigte aus acht Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in Braunschweig die Arbeit nieder. 2800 Beschäftigte nahmen im Braunschweiger VW-Werk an einer spontanen Aktion teil.
In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt waren gestern insgesamt rund 17 000 Beschäftigte aus 80 Betrieben der Metall- und Elektroindustrie an den Ausständen beteiligt. Seit Ende der Friedenspflicht nahmen insgesamt rund 41 000 Beschäftigte aus 264 Betrieben an Warnstreiks teil.
Die Beschäftigten drückten ihren Unmut darüber aus, dass die Arbeitgeberseite noch nicht einmal ein verbessertes Angebot vorgelegt hat. „Sie hoffen und erwarten, dass es bei den heutigen Verhandlungen in Bayern zu einem Ergebnis kommt, das wir für die Fortsetzung der Tarifverhandlungen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt übernehmen können“, sagte Eva Stassek, zweite Bevollmächtigte der IG Metall Braunschweig, gestern.
Die Verhandlungen für die niedersächsische Metall- und Elektroindustrie sind auf Freitag (17. Mai) vertagt. Eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent für zwölf Monate lautet die Forderung der IG Metall. Die niedersächsischen Metall-Arbeitgeber hingegen bieten 2,3 Prozent mehr Geld ab Juli bei einer Laufzeit von 13 Monaten. Zudem verlangen sie eine Nullrunde für die Monate Mai und Juni. Auf ein Jahr berechnet würde dies eine Entgeltsteigerung von weniger als zwei Prozent bedeuten, so die Gewerkschaft.
Die VW-Mitarbeiter stellten sich gestern solidarisch an die Seite ihrer Kollegen aus der übrigen Metallindustrie. Bernd Osterloh, Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzender der Volkswagen AG, sagte in Wolfsburg: „Heute mischen wir uns aktiv in die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie ein. Wir bei Volkswagen sind keine Zaungäste in dieser Tarifbewegung. Es geht auch um unsere Forderung und um unsere Tariferhöhungen.“ Volkswagen und IG Metall verhandeln am 27. Mai weiter.
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