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„Menschen haben Vertrauen zu dir“

Familie, Freunde und Wegbegleiter in der Dornse: Oberbürgermeister Ulrich Markurth würdigt Friederike Harlfinger für ihr ehrenamtliches Engagement. Foto: Sierigk
Braunschweig: Dornse |

Im Auftrag des Bundespräsidenten: Verdienstkreuz für Friederike Harlfinger.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 19.02.2016.

Braunschweig. Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für Friederike Harlfinger: „Als Bürgermeisterin konnte ich für alle Menschen meiner geliebten Stadt da sein, oft ist es wichtig, einfach nur wahrzunehmen, zuzuhören“, sagte die frisch Geehrte in der Dornse. Seit 1997 ist sie ehrenamtliche Bürgermeisterin der Stadt. Und sie ist noch viel, viel mehr. Ihr jahrzehntelanger „unermüdlicher Einsatz“, wie Oberbürgermeister Ulrich Markurth betonte, wurde jetzt „nur folgerichtig mit dem Verdienstkreuz gewürdigt“.

Fast 100 geladene Gäste, darunter Ehemann Horst, die Kinder Isabel und Matthias und vier Enkelkinder, erlebten „ihre“ Friederike – wie sie die meisten nennen – so wie eigentlich immer: warmherzig, freundlich, zugewandt. „Die Menschen haben Vertrauen zu dir“, sagte Markurth in seiner Laudatio, „du unterstützt mich wie auch schon meinen Vorgänger loyal und in hervorragender Weise“.

Friederike Harlfinger sei nicht nur kommunalpolitisch ein großes Vorbild, sondern auch und besonders als Mensch. „Als bekennende Christin“ sei sie intensive Ansprechpartnerin für alle Menschen in der Stadt, im Haus der Kulturen ebenso wie im verstärkten Dialog mit der jüdischen Gemeinde. „Wir brauchen Menschen wie Friederike Harlfinger, damit das Ganze gut zusammenhält“, formulierte es Markurth.

Menschlichkeit, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit seien die Tugenden, die Friederike Harlfinger auszeichneten. „Gerade in unserer heutigen Zeit sind das möglicherweise existenzielle Grundwerte“, sagte Markurth.
Ebenso begeistert und beeindruckt sprach Professor Dr. Gerd Biegel als Freund der Familie zur Ehrung der „lieben Friederike“. Effektiv und wirkungsvoll sei ihr Handeln, ohne „großes Tamtam“, ganz wie es für Braunschweiger Frauen in der Geschichte belegt sei. Biegel zitierte den Engländer Thomas Hodgskin, nach einer Reise durch die Region im Jahr 1820: „Bei vielen Gelegenheiten fand ich, dass die Frauen im Land intelligenter sind als die Männer...“

„Ich wollte nie im Rampenlicht stehen“, sagte die Bürgermeisterin zum Schluss der offiziellen Feierstunde, „ich wollte vor allem helfen, einfach da sein“. Diesen Anspruch wird sie sicher auch weiterhin erfüllen. Das Amt der Bürgermeisterin gibt sie zum Herbst auf, will ihr Engagement reduzieren, aber sicher werden noch reichlich Aufgaben bleiben.
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