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Mehr Sparkasse für die Kunden

Traten gut gelaunt vor die Medienvertreter: Dr. Gert Hoffmann, Peter-Jürgen Schneider und Christoph Schulz (v.l.). Foto: Ammerpohl

Braunschweigische Landessparkasse wird nach langem Prozess jetzt eigenständiger.

Von Martina Jurk, 06.04.2014.

Braunschweig. Was sich eher nüchtern anhört, ist für Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann ein Quantensprung und „ein schöner Schlusspunkt“ seiner Amtszeit: Die Braunschweigische Landessparkasse wird noch eigenständiger.

„Ein entscheidender Schritt, der die Gründung der Sparkasse 2008 erst richtig rund macht. Eine richtige Sparkasse, das ist das, was wir erreichen wollten. Und das haben wir nach langen und schwierigen Diskussionen heute erreicht“, informierte Hoffmann in seiner Funktion als Vorsitzender des Verwaltungsrats der Landessparkasse über das Ergebnis der Verwaltungsratssitzung. Der befasste sich mit einer stärkeren Verselbstständigung der Landessparkasse innerhalb der Nord/LB im operativen Geschäft gegenüber den Kunden. Für Kommunalpolitiker sei es wichtig, den Bürgern einen schnelleren, effektiveren und exzellenten Kundenservice bieten zu können, meinte Hoffmann.

Der Vorstandsvorsitzende der Landessparkasse, Christoph Schulz, reflektierte, was seit der Gründung 2008 geschehen ist: „Es war eine Gründung nach außen. Seitdem haben wir ganz viel Sparkasse entstehen lassen, kommunalnah für die Kunden, aber immer als Teil einer Großbank.“ Rechtlich würde das auch so bleiben. „Doch es stellte sich die Frage, wie wir noch mehr Sparkasse nach innen bekommen. Eigenständige Datenverarbeitung und Prozesse, eigene Kostenstrukturen – das sind Grundsatzentscheidungen, die getroffen werden mussten“, so Schulz.

Wichtige Entscheidungen wie die über Kreditvergaben konnten bislang nur von der Nord/LB-Zentrale in Hannover getroffen werden. Das hat vielen Sparkassenkunden zu lange gedauert. „Unser Thema ist Marktgeschwindigkeit“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Die Kunden würden durch eine noch stärkere Regionalität in den Entscheidungen, mehr Kompetenz vor Ort sowie kürzere Prozesslaufzeiten profitieren – so wie es von einer Sparkasse erwartet werden könne. Gleichwohl würden die Vorteile der Bank (Nord/LB) nicht aufgegeben. Ob im Wertpapiergeschäft, bei Außenhandelsfragen oder erneuerbaren Energien könnte die Landessparkasse auf erstklassige Expertisen der Nord/LB zurückgreifen.

Welchen Stellenwert die Entscheidung des Verwaltungsrats für die künftige Ausrichtung der Landessparkasse hat, machte die Anwesenheit des niedersächsischen Finanzministers und Vorsitzenden des Nord/LB-Aufsichtsrates Peter-Jürgen Schneider deutlich. „Wir sind froh, mit den regionalen Akteuren ein Einvernehmen erzielt zu haben. Die Landessparkasse wird noch braunschweigischer und noch sparkassiger werden.“
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