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Lösung: Schranken und Gebühren

Am Sonntag gab es wieder Parkplatzprobleme an der Stadthalle – Hallenchef hat Lösungen.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 14.03.2012.


Braunschweig. Alle sind genervt: Besucher, Veranstalter, Betreiber, Anwohner und Aussteller haben vom Verkehrschaos am vergangenen Sonntag rund um die Stadthalle die Nase voll.

Das 7. Sinfoniekonzert stand auf dem Programm und – parallel – die Bambini-Börse. Viele Menschen, viele Autos, kaum freie Parkplätze. „Hier muss die Stadt endlich Lösungen bieten“, sagt Veranstalter Richard Beinhorn. „Zu meiner Bambini-Messe kommen schwangere Frauen und Mütter mit kleinen Kindern, da müssen Parkplätze in der Nähe zur Verfügung stehen“. Außerdem käme rund die Hälfte der Besucher aus dem Umland, also auf jeden Fall mit dem Auto.
Für Stadthallenchef Stefan Lemke wird das Parkplatzthema zunehmend zum Problem. „Ganz besonders für unsere Gastronomie“, sagt er. Die Löwenkrone sei auch aufgrund ihres großen Parkplatzes sehr beliebt bei älteren Besuchern, die vor der Tür mit ihrem Auto problemlos parken können. Theoretisch.
Denn seit einigen Monaten ist der Parkraum rund um die Stadthalle fast ständig zugeparkt. „Für die Anwohner reichen die Parkplätze in den umliegenden Straßen aus“, weiß Lemke aus jüngsten Untersuchungen, aber immer mehr Mitarbeiter und Besucher aus benachbarten Praxen, Kanzleien oder auch aus dem Marienstift würden die Stellflächen an der Stadthalle nutzen.
Auch Bahnreisende weichen auf das Parkdeck aus, seitdem die kostenfreien Plätze rund um den Bahnhof gebührenpflichtig sind. Dazu kommen Mitarbeiter und Besucher der „Toblerone“, die ihre Autos auch irgendwo abstellen müssen, einen eigenen Parkplatz bekommt das neue Zentrum frühestens in einem Jahr.
„Unser Lösungsvorschlag heißt: Parkraumbewirtschaftung rund um die Stadthalle“, sagt Lemke. Das bedeutet: Schranken und Gebühren. „Allerdings müssten parallel dazu auch die Anwohnerparkplätze ausgeweitet werden, denn sonst gibt es eine Verdrängung in die umliegenden Straßen“, sagt Lemke.
Am Sonntag jedenfalls ging zeitweise gar nichts mehr, zahlreiche Beschwerden gingen bei der Polizei ein, 20 Strafzettel wurden verteilt. „Ich hoffe, dass ich mit der nächsten Bambini-Messe in das Foyer der VW-Halle gehen kann“, sagt Veranstalter Beinhorn, „dort gibt es diese Probleme nicht.“
Für die Stadthalle allerdings sind dringend Lösungen gefragt.
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