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Lindenberger fürchten Verkehrschaos

Diskussion um möglichen Autohof wird nun öffentlich geführt – Morgen Bürgerversammlung.

Von Martina Jurk, 10.06.2012.

Braunschweig. Ein Verkehrschaos befürchten die Bewohner der Lindenbergsiedlung ebenso wie die Ratsfraktion der Bibs, falls auf dem Gelände der ehemaligen Heinrich-der-Löwe-Kaserne ein Autohof angesiedelt werden sollte.

Bei einer Akteneinsicht zum Verkehrsgutachten im Bereich der Lindenbergsiedlung habe die Bibs-Fraktion herausgefunden, dass es konkrete Pläne innerhalb der Verwaltung zur Nachnutzung des Geländes der ehemaligen Kaserne gäbe. „Dort soll ein Autohof entstehen, der ein zusätzliches Verkehrsaufkommen von rund 7200 Autos und Lkw täglich verursachen wird“, heißt es in einer Pressemitteilung der Bibs. Durch die Neubaugebiete Roselies Nord und Süd sowie das geplante Gewerbegebiet Borsigstraße könnte es sich sogar um 18 000 Autos zusätzlich pro Tag handeln. Die Verwaltung habe im April der Bibs auf deren Anfrage hin mitgeteilt, dass „die neue Entwicklungsfläche an die Lindenbergallee und von dort aus über die Rautheimer Straße und die Anschlusstelle Braunschweig-Rautheim an die A 39 angebunden werden soll“. Das aktuelle Verkehrsgutachten habe nachgewiesen, dass dies grundsätzlich möglich ist.
Über die Anschlussstelle Braunschweig-Rautheim solle nun auch der Autohof an die A 39 angebunden werden, befürchtet die Bibs-Fraktion. Der Stadtbezirk 213 Südstadt-Mascherode-Rautheim habe am 15. Mai einstimmig den Beschluss gefasst, dass die Verwaltung weitere Alternativen zur Verkehrsanschließung des Gewerbegebietes Borsigstraße prüft. Den Vorschlägen des Bezirksrats sei gemeinsam, dass keine Wohngebiete berührt werden, und dass die Anbindung direkt an Hauptverkehrsstraßen erfolgt.
Die Bibs hat einen Änderungsantrag zur Verkehrsanbindung des geplanten Gewerbegebietes Borsigstraße für die Ratssitzung am 19. Juni gestellt. Die Fraktion fordert die Verwaltung auf, einen Sachstandsbericht zum geplanten Autohof abzugeben. Zum momentanen Zeitpunkt ist die Stellungnahme der Verwaltung dazu folgende: „Kanada-Bau hat eine Entwurfsplanung für die frühere Heinrich-der-Löwe-Kaserne bei der Stadtverwaltung eingereicht. Diese wird zurzeit geprüft und muss dann mit Kanada-Bau weiter abgestimmt werden. Mehr kann daher dazu derzeit nicht gesagt werden.“
Morgen (11. Juni) um 19 Uhr findet eine Bürgerversammlung im Gemeindesaal der Martin-Chemnitz-Gemeinde Lindenbergsiedlung, Möncheweg 56, statt. Eingeladen hat die Bürgergemeinschaft Lindenberg-Elmaussicht, die die Politiker dazu bewegen will, Lösungen zu finden, ein Verkehrschaos zu verhindern. „Wir können ja nicht warten, bis alles beschlossene Sache ist. Dann ist es zu spät“, sagt Pastor Jühnke.
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