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„Leben in einer sicheren Region“

Hohe Aufklärungsquote: Polizeidirektion Braunschweig präsentiert die Kriminalstatistik 2010

.Von Christoph Matthies, 23.02.2011

Braunschweig. Der prozentuale Anteil aufgeklärter Kriminalfälle in der Löwenstadt ist im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert gestiegen. Kein Grund für die Braunschweiger Polizei, in Euphorie zu verfallen.

Verbrechen lohnt sich nicht – dieses Credo gilt in der Stadt Braunschweig mehr als je zuvor. Die Chance, für kriminelle Machenschaften zur Rechenschaft gezogen zu werden, war hier im vergangenen Jahr mit einer Aufklärungsquote von über 60 Prozent so hoch wie nie zuvor. In der Region stieg die Aufklärungsquote gar auf knapp 62 Prozent.
Polizeivizepräsident Michael Pientka freut sich über das Ergebnis der am Dienstag vorgestellten Kriminalstatistik 2010, möchte die Werte allerdings nicht überbewerten. „Aufklärungsgünstige Delikte sind zuletzt stärker in den Vordergrund getreten, während aufklärungsschwierige Delikte zurückgegangen sind“, hilft Pientka, die Zahlen einzuordnen. Andererseits lobt er die gute Arbeit der Braunschweiger Polizei: „Letztendlich leben wir in einer sicheren Region.“
Insgesamt ist die Zahl der Straftaten in der Stadt leicht angestiegen. Vor allem Kraftfahrzeugdiebstahl und Gewaltdelikte haben im Jahr 2010 merkbar zugenommen. Ein drängendes Problem stellen außerdem Wohnungseinbrüche dar, deren Häufigkeit sich im Vergleich zum Vorjahr um fast 28 Prozent erhöhte. Besonders Häuser in Stadtrandlage mit kurzen Anfahrts- und schnellen Fluchtwegen seien häufig von überregionalen Banden betroffen. Zum Schutz vor Einbrüchen betont Cordula Müller, Leiterin der Polizeiinspektion Braunschweig, neben geeigneten technischen Vorkehrungen auch den Wert einer wachsamen Nachbarschaft: „Die Polizei ist sicherlich noch besser, wenn sie den Bürger auf ihrer Seite hat. Bei Verdachtsmomenten sollte man lieber einmal mehr als einmal zu wenig den Notruf wählen.“
Ein vergleichsweise neues Betätigungsfeld der Polizei ist die Internetkriminalität, die in den vergangenen Jahren die größten Zuwächse erlebte. Bei gleichbleibendem Anstieg der Fallzahlen könnte dieser Bereich im Jahr 2015 bereits zehn Prozent der Gesamtdelikte ausmachen.
Durch die zunehmende Kompetenz der Behörden auf diesem Gebiet dürfte allerdings auch für Online-Betrüger in Zukunft gelten: Verbrechen lohnt sich nicht.
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