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Laut, schrill – klare Ansage

Aufforderung zum Anhalten: Falls der rote Blitz keine Wirkung zeigt, bleibt noch der Warnton nach amerikanischem Vorbild. Foto: T.A.

Yelp: Signal nach amerikanischem Vorbild fordert zum Anhalten auf.

Von Marion Korth, 26.01.2014.

Auf Braunschweigs Straßen geht es ab sofort ein bisschen amerikanischer zu. Der gellende Sirenenton wie aus Krimiserien à la Kojak bekannt, kommt jetzt auch hier zum Einsatz und macht dem vorausfahrenden Autofahrer unüberhörbar klar: Dies ist eine Kontrolle, rechts heranfahren und anhalten!

50 der insgesamt 149 Streifenwagen in der gesamten Polizeidirektion wurden mit dem neuen System beziehungsweise der Software, die es scharf schaltet, nachgerüstet, 17 sind es in Braunschweig. Der jaulenden Aufforderung zum Anhalten geht eine Leuchtschrift „Stopp, Polizei“, gefolgt von roten Blitzlichtern voraus.

„Yelp“, gellender Schrei, heißt das neue Anhaltesystem. Mit 105 Dezibel ist der Signalton nicht lauter als das Martinshorn, aber er geht durch Mark und Bein. Mehr Klarheit für den Autofahrer, mehr Sicherheit für die Beamten soll das System bringen. „Blaulicht und Sirene bedeuten ja eher ’Bahn frei!’“, sagte Vizepolizeipräsident Roger Fladung bei der Vorstellung des Systems am Freitag. Abrupte Brems- oder Ausweichmanöver seien die Folge gewesen. Die Leute wussten nie, ob sie Platz machen oder Anhalten sollen, ja, ob sie überhaupt gemeint sind. Der neue Ton ist unverwechselbar, soll Aufmerksamkeit schaffen, sofern Leuchtschrift und Blitzlicht als Vorstufen unbemerkt blieben. „Wir wollen bei einer Kontrolle hinter dem Fahrzeug bleiben, damit wir die gesamte Situation im Auge behalten können“, erläuterte Fladung. Dies sei ein wirksamer Beitrag zur Eigensicherung. Aufmerksam gemachte Autofahrer sollen an möglichst geeigneter Stelle rechts heranfahren, Ruhe bewahren und hektische Bewegungen vermeiden. Ein Hand- oder Blinkzeichen, dass sie die Aufforderung verstanden haben, ist hilfreich.

Alle Streifenwagen ab Baujahr 2009 sollen nachgerüstet werden, landesweit kostet die Softwareaufspielung nur rund 1000 Euro. Es ist eher eine Frage der Organisation, die Autos für den Werkstattbesuch freizustellen.
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