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Kundgebung

Wann? 01.04.2014 17:00 Uhr

Wo? Rathausvorplatz, Platz d.dt.Einheit, 38100 Braunschweig DE
Braunschweig: Rathausvorplatz | Am 1.4.2014 um 17 Uhr rufen wir, der Arbeitskreis Grundschule Schuntersiedlung/ Arbeitsgruppe zum Erhalt des Nordbades,
zu einer Kundgebung auf dem Rathausplatz auf.


Während der Kundgebung wird eine Delegation die „Resolution zum Erhalt des Nordbades“ mit den (bis zu diesem Zeitpunkt) gesammelten Unterschriften an den Rat der Stadt übergeben.

Unterschriften können auch online abgegeben werden:
https://www.openpetition.de/petition/online/resolu...



Die unten aufgeführten Fragen sind noch nicht beantwortet worden und werden von uns in der Einwohnerfragestunde an den Rat gestellt werden.


- Wieso wurden die „Wasserwelten“ in der Hamburger Straße anders gebaut, als aus den Plänen von 2007 ersichtlich? Damals war ein 25m-Becken neben einem Nichtschwimmerbecken geplant. 2014 stellt uns vor die Tatsache, dass das Hubbecken und das Sportbecken weit auseinanderliegen und eine verantwortungsvolle Aufsichtspflicht seitens der Lehrer nicht mehr gewährleistet ist. Mehrere Schulen werden das Schulschwimmen nicht mehr anbieten.


- Es gibt keine gesonderten Schwimmzeiten für Behinderte. Der Blinden- und Sehbehindertenverein Braunschweig soll während des alltäglichen Betriebes schwimmen gehen, was aber für die Betroffenen aufgrund ihrer Behinderung nicht möglich sein wird.
Wir zitieren aus einem Schreiben, welches der Verein u.a. an die Ratsfraktionen geschickt
hat:

„Wie kann die Blindensportabteilung des Blinden- und Sehbehindertenvereins
Braunschweig den Schwimm- und Gymnastikbetrieb auch im Hinblick auf
versicherungsrechtliche Haftungsgründe aufrecht erhalten?

Wir befürchten, dass wir als Randgruppe und kleine Minderheit im
öffentlichen Badebetrieb des „Erlebnisbades“ im wahrsten Sinne des Wortes
„untergehen“ würden!“
Welche Lösungsvorschläge hat die Stadt, um diesen Personenkkreis gerecht zu werden,
sind Gespräche mit den Betroffenen zufriedenstellend geführt worden?


- Warum ist die 2007 entstandene Idee eines Null Emissionsbades für das Nordbad nicht ernsthaft verfolgt worden?


- Inzwischen gibt es für Braunschweig eine Studie „Sport und Bewegung in Braunschweig“ als Grundlage für die Sportentwicklungsplanung. Aus dieser Studie wird deutlich, dass die Hallenbadkapazitäten nicht ausreichen. Wie wollen Sie dieser Situation Rechnung tragen?


- Alle Parteien haben für die Erstellung eines Sportentwicklungsplanes gestimmt. Nun liegt die Grundlage für diese Planung mit o.g. Studie vor. Bedeutet das für Sie nicht, dass jetzt im Sinne einer verantwortungsvollen und zukunftsorientierten Planung neu überlegt werden muss, also auch das alte Bäderkonzept auf den Prüfstand gestellt werden muss? Wieso halten Sie daher an dem alten Beschluss aus 2007 fest, der aufgrund der ausufernden Entwicklung der Finanzen sowieso keinen Bestand mehr haben dürfte?


- Der Leitfaden für Sportstättenentwicklung des Bundesinstituts für Sportwissenschaft gibt eine Belegungsdichte von 60 vor, das Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (IKPS )nimmt eine extrem hohe Belegungsdichte von 140 für Braunschweig an. Warum diese unterschiedlichen Zahlen, zumal in fast allen Städten, z. B.in Wolfsburg, Salzgitter, Frankfurt die vorgegebene Belegungsdichte (von Schwimmflächen) des Leitfadens für Sportstättenentwicklungsplanung nicht in Frage gestellt wird, übrigens auch nicht in anderen Gutachten von IKPS.
Da kommt doch der Verdacht auf, dass IKPS den Auftrag hatte, dieses Gutachten
„schönzuschreiben“.

- Ist Ihnen eigentlich egal, was mit einzelnen Quartieren in Ihrer Stadt passiert? Oder steckt vielleicht die Absicht hinter der Schließung des Nordbades, die Schuntersiedlung ausbluten zu lassen? Die Frage liegt nahe, weil 2010 auch die Grundschule in der Schuntersiedlung geschlossen werden sollte. Zur Erinnerung: In diese Siedlung ziehen viele Familien mit kleinen Kindern, für die ein kleines Bad wichtig ist, um ihren Kindern das Schwimmen beizubringen. Für dieses Alltagsgeschäft ist ein Spaßbad nicht geeignet. Ich habe hier selbst Erfahrung: Mein Sohn hat im Nordbad das Schwimmen gelernt, und hier spielen natürlich auch die Eintrittspreise eine Rolle.


- Wie wird der Zustrom aus dem Umland gesehen? Immerhin hat Gifhorn auch ein Bad, übrigens in der Baukostenfinanzierung sehr solide, was man von den Wasserwelten nun wirklich nicht behaupten kann. Wie Sie wahrscheinlich wissen, wird so ein Bad auch in Wolfenbüttel gebaut.


- Ist das 3-Bäder Konzept mit dem gesetzlichen Auftrag der Inklusion vereinbar?


- Vor dem Hintergrund, dass die Menschen in Zukunft bis 67 Jahren arbeiten sollen, ist uns so ein Umgang mit dem Nordbad schon gar nicht verständlich. Wir alle werden etwas für unsere Gesundheit tun müssen, schon jetzt gehen viele ältere Herrschaften in dieses Bad, um sich fit zu halten (siehe Belegungszahlen der letzten Jahre). Für viele ältere Menschen ist der Anfahrtsweg bis in die Hamburger Straße zu teuer und auch zu mühsam. Der lange Anfahrtsweg ist auch ein Grund, warum viele Schulen nicht mehr schwimmen gehen werden. Außerdem möchten sie sich nicht in den Trubel eines großen Bades stürzen, sondern bevorzugen kleine, überschaubare und ruhige Bäder. Übrigens besuchen zur Zeit 13 Schulen das Nordbad. Aber scheinbar haben solche Betrachtungen auf die Entscheidungen der „großen Parteien“ im Rat keinen Einfluss. Das ist äußerst bedauerlich.


Die Finanzierung kann auch keine Rolle spielen, denn für Großprojekte ist in dieser Stadt
immer genug Geld da. Wir ersparen uns hier die Aufzählungen.


- Warum wird das Nordbad (als erstes Europabad Deutschlands) nicht unter Denkmalschutz gestellt ( Stichwort: staatliche Förderungen)?


- Hier noch eine Frage: Wer trägt eigentlich Verantwortung für das finanzielle Desaster der Wasserwelten und wie sehen die Konsequenzen daraus aus?



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