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Kulturzentrum im Westen geplant

Der Kulturausschuss begrüßt neues Konzept.

Von Christoph Matthies, 15.09.2015.

Braunschweig. Die Suche nach einer Nachfolge-Einrichtung für das 2002 geschlossene FBZ im Bürgerpark dauert nun schon seit fast vier Jahren an. Im Oktober 2011 hatte der Rat der Stadt die Verwaltung beauftragt, einen Standort für ein neues soziokulturelles Zentrum zu finden. Durch die Schließung des Jolly Joker (Juli 2012) und der Meier Music Hall (April 2015) hat die Suche nach einem Veranstaltungsort für Konzerte mittlerer Größenordnung seitdem eine noch höhere Dringlichkeit bekommen. Mit dem Westbahnhof 13 im Westlichen Ringgebiet scheint nun ein geeigneter Standort gefunden zu sein.

3000 Quadratmeter

Ende vergangener Woche entschied der Kulturausschuss, dass die Verwaltung konkrete Verhandlungen mit einem privaten Investor, der Westand GmbH, aufnehmen solle. Während das Unternehmen in dem ehemaligen Lagergebäude eine Konzerthalle für 800 Besucher sowie 15 Proberäume für Musiker schaffen will, soll ein anderer Gebäudeteil dem Verein „Kultur für Alle“ (Kufa e.V.) zur Verfügung stehen. Der Verein soll dort ein soziokulturelles Zentrum mit kleiner Veranstaltungshalle, verschiedenen Gruppen-, Seminar- und Konferenzräumen, einer Werkstatt und Galerie betreiben. Bei einer Gesamtgröße von
3000 Quadratmetern sollen beiden Bereichen jeweils rund
1500 Quadratmeter eingeräumt werden. Die Firma Westand wird sich, so der Plan, um die nötigen baulichen Maßnahmen kümmern und für den soziokulturellen Teil, der von Kufa im Auftrag der Stadt genutzt werde, einen Baukostenzuschuss erhalten.

Lärm kein Hindernis

Kulturdezernentin Anja Hesse hofft, den Beschluss für die Einrichtung des neuen Kultur- und Veranstaltungszentrums Anfang des nächsten Jahres vorliegen zu haben. „Es gibt nach meiner Kenntnis keinen Grund, die Bauvoranfrage negativ zu bescheiden“, so Hesse. Das Gebäude, das kernsaniert und mit einem Dach versehen werden soll, liegt in einem Gewerbegebiet. Ein Scheitern wegen hoher Lärmemissionen, die das Vorhaben eines soziokulturellen Zentrums in der Kreuzstraße zu Fall gebracht hatten, sei nicht zu erwarten.

Auf Nachfrage von Ratsfrau Elke Flake (Grüne) bestätigte die Kulturdezernentin, dass mit dem Westbahnhof-Beschluss die Suche nach einem anderen Veranstaltungsort für Konzerte beendet sei, und verwies dabei auch auf die Baugenehmigung für das Jolly Joker. Die Kult-Diskothek soll bei seiner Neueröffnung Konzerte für bis zu 1700 Besucher ausrichten können.

Viel Zustimmung

Die Pläne für das Projekt am Westbahnhof wurden vom Kulturausschuss einstimmig und positiv verabschiedet. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, kommentierte etwa Ratsmitglied Frank Flake für die SPD-Fraktion.
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