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Kommunalwahl 2016 - Das Ergebnis: AfD will mehr Bürgerbeteiligung

Stefan Wirtz sitzt mit vier weiteren AfD-Vertretern für die kommenden fünf Jahre im Rat. Foto: oh

Alternative punktete unter anderem in Lamme.

Von Birgit Leute, 14.09.2016.

Braunschweig. „Wir sind nicht angetreten, um Harmonie auf die Erde zu bringen.“ Stefan Wirtz von der Alternative für Deutschland (AfD) gibt sich kämpferisch.

Fünf Sitze hat die Partei bei der Kommunalwahl errungen, doch schon am Wahlabend wurde klar, dass die Vertreter mit starkem Gegenwind rechnen müssen. „Die etablierten Parteien haben gleich Front gemacht, dabei haben wir nun wirklich nicht die Absicht, mit Fackeln durch die Stadt zu marschieren“, ärgerte sich Wirtz, der mit Hans Müller, Gunnar Scherf, Anneke vom Hofe und Frank Weber für die kommenden fünf Jahre im Rat sitzt.

Zustimmung fand die AfD vor allem in der Weststadt, im Heidberg, im Siegfriedviertel, in der Schuntersiedlung und – in Lamme. Für den AfD-Politiker nicht verwunderlich. „Es ist auffallend, dass wir gerade in den Stadtteilen Stimmen bekommen haben, die mit der Flüchtlingsthematik zu tun haben“, sieht er Gründe. Die aktuelle Asylpolitik werde deshalb auch im Fokus der künftigen Ratsarbeit stehen.

„Die 500 Plätze im ehemaligen Kreiswehrersatzamt hätten für die Unterbringung der Flüchtlinge ausgereicht, dafür hätte keine Turnhalle geschlossen werden müssen. Aber jetzt geht man lieber den teureren Weg“, sagt Wirtz. Die Bürger fühlten sich in der Asylfrage zunehmend ohnmächtig. „In den Stadtbezirken haben doch die Leute inzwischen den Eindruck, dass sie einfach etwas vorgesetzt bekommen“, sagt Wirtz mit Blick auf die Unterkünfte für Asylanten. Die AfD wolle in diesem Zusammenhang deshalb auch die Bürgerbeteiligung fördern.
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