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Klinikum: Schon viel geschafft

Jeweils erweitert und saniert wurden die Hämatologie und Onkologie sowie die Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie in der Celler Straße. Die alten Gebäude von 1895 sind schön, bargen aber auch so manche Überraschung wie nicht tragfähige Decken. Foto: Korth
 
Sind froh über das schon Erreichte (v. l.): Dr. Alexander Diehl (Psychosomatik), Geschäftsführer Dr. Andreas Goepfert, Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Bartkiewicz, Aufsichtsratsvorsitzender Ulrich Markurth und Pflegedirektor Ulrich Heller. Foto: Marion Korth

Erster Bauabschnitt jetzt abgeschlossen.

Von Marion Korth, 17.12.2016.

Braunschweig. Ja, manches hätte schneller gehen können, manches war komplizierter als gedacht, gestern aber verkündete Oberbürgermeister Ulrich Markurth in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender der Klinikum Braunschweig gGmbH zehn Jahre nach dem ersten Spatenstich den Abschluss des ersten Bauabschnitts auf dem Weg des Zwei-Standorte-Konzeptes. Ein „Marathon“, wie Markurth sagte.

Einer der vier Standorte, der in der Gliesmaroder Straße, wurde bereits aufgegeben, wann die Abteilungen in der Holwedestraße umziehen werden, hängt ein bisschen vom weiteren Fahrplan ab. Den festzulegen, ist ein schwieriges Geschäft. Das galt auch schon in der Vergangenheit. Zuletzt war es die überraschende Schließung des St.-Vinzenz-Krankenhauses, die das Klinikum vor neue Herausforderungen stellte, um die lungenkranken Patienten von dort auch weiterhin gut versorgen zu können. Trotzdem: Beim Rundgang über das Gelände an der Celler Straße wurde deutlich, wie viel schon geschafft worden ist.

Auf dem zehnjährigen Marathon wurden viele Stationen erreicht: Die Frauenklinik an der Celler Straße zog in ein neues Gebäude um, die Geriatrie kam in den sanierten Altbau, erweitert und saniert wurde die Onkologie, die Psychosomatik mit 34 Betten wurde neu geschaffen. An der Salzdahlumer Straße sind die Zentralsterilisation, der Hubschrauberlandeplatz, eine neue Intensivstation sowie die Erweiterung des Funktionstraktes als Meilensteine zu nennen. Immer wieder waren die Pläne den Anforderungen angeglichen worden. Mit rund 85 Millionen Euro (etwas mehr als die Hälfte davon steuerte das Land bei) übersteigen die Kosten den gesetzten Rahmen von rund 78 Millionen Euro, einige Projekte wurden aber bereits vorgezogen, weil sie so besser und günstiger in den Ablauf passten.
„Wir sprechen hier von zehn Jahren für den ersten Bauabschnitt und Planungen, die noch älter sind“, sagte Geschäftsführer Dr. Andreas Goepfert und zog einen Vergleich: „Das I-Phone ist neun Jahre alt.“ Die unglaublichen Veränderungen, die mit dieser Neuerung einhergehen, lassen sich aufs Klinikum übertragen, ständig galt es, mit dem technischen Fortschritt und neuen Behandlungsmöglichkeiten Schritt zu halten. Goepfert: „Wir brauchen morgen andere Räumlichkeiten als gestern geplant.“ Die räumliche Flexibilität der Gebäude ist ein Maßstab, an dem sie sich messen lassen müssen.

Ein kompletter Neubau auf der grünen Wiese hätte geradliniger durchgezogen werden können als die Sanierung im Betrieb. So aber verbinden die 1895 entstandenen und bei der Pariser Weltausstellung prämierten Altgebäude an der Celler Straße äußeren Charme mit hochmodernem Innenleben.
Derzeit laufen die Abstimmungen mit dem Land über die weitere Förderung, um den zweiten noch anspruchsvolleren und teureren Bauabschnitt beginnen zu können. Markurth: „Unser Wunsch ist, in weiteren zehn Jahren mit allem fertig zu sein.“ Danach soll für die nächsten 50 Jahre erst einmal Ruhe sein …
Vorher muss mit einem Schnellschuss eine Lösung für die Patienten des St.-Vinzenz-Krankenhauses, das zum Jahreswechsel schließt, geschaffen werden, übergangsweise werden im Sommer Container aufgebaut.
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