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Kinderwagen und Rucksäcke gesucht

Sozialdezernentin Dr. Andrea Hanke (Zweite von rechts) bei der Eröffnung des Kleidercenters „Jacke wie Hose“ mit den Projektpartnern vom Roten Kreuz Christian Blümel (rechts) und Heike Blümel (Zweite von links), von der Volkshochschule Hans-Peter Lorenzen (Dritter von links) und Christiane Leonhardt (Vierte von links) sowie vom Jobcenter Katrin Miehe-Scholz. Foto: Karsten Mentasti

Das Kleidercenter „Jacke wie Hose“ an der Petzvalstraße wurde jetzt offiziell eröffnet – Ein Angebot für alle Bedürftigen.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 21.06.2016.

Braunschweig. Offizielle Eröffnung des Kleidercenters „Jacke wie Hose“: Dilgim, Nermin, Avin und Rejaa drücken sich zunächst ein wenig in den Hintergrund, aber „Chefin“ Heike Blümel holt „ihre“ Flüchtlinge sofort in die erste Reihe. Denn schließlich geht es hier um sie.

Bei „Jacke wie Hose“ an der Petzvalstraße 50 gibt es schnell und unbürokratisch Kleidung für bedürftige Menschen – egal woher. Flüchtlingsausweis (Ankunftsnachweis) oder Braunschweig Pass mitbringen, schon kann in aller Ruhe anprobiert und ausgesucht werden. Das Projekt, getragen von der Volkshochschule, dem DRK und der Stadt, ist bereits seit Februar am Start, Zeit für eine offizielle Eröffnung war aber erst jetzt.

Heike Blümel, Leiterin der DRK-Kaufbar, lobte das Zusammenspiel der verschiedenen Träger und den Einsatz der Ehrenamtlichen. „Hier arbeiten Ehrenamtliche aus Braunschweig, aber inzwischen auch Flüchtlinge“, freut sie sich über erste Schritte praktischer Integration. Dilgim, Nermin, Avin und Rejaa aus Syrien sind bei der Eröffnung dabei, sie haben gerade „Dienst“ im Kleidercenter.

Zehn Stellen konnte das Jobcenter einrichten. „Hier finden Menschen, die vorher arbeitslos waren, eine Chance“, betont Katrin Miehe-Scholz vom Jobcenter.
Sozialdezernentin Dr. Andrea Hanke blickt zurück auf den vergangenen September, als der berühmt gewordene „Zug der 900“ plötzlich am Hauptbahnhof stand. „Wir hatten die Braunschweiger zu Spenden aufgerufen – das Echo war überwältigend“, ist sie noch heute beeindruckt. „Wir wurden regelrecht mit Kleiderspenden überschüttet“, berichtet Heike Blümel aus der Kaufbar. Damals entstand die Idee zu „Jacke wie Hose.“

„1800 Kunden sind seit Februar bereits hier gewesen“, erzählt Christian Blümel (DRK) vom Erfolg des neuen Angebots. Das Projekt ist zunächst bis Ende 2017 geplant. „Danach sehen wir weiter“, sagt Blümel, niemand wisse, wie sich der Bedarf entwickele.

Heike Blümel ergriff die Gelegenheit und bat um spezielle Spenden: „Wir brauchen Herrenschuhe in kleinen Größen, Kinderwagen, Kinderkarren und – sehr beliebt bei allen Jugendlichen – Rucksäcke.“ Wer also etwas entbehren kann, ruft bitte bei Heike Blümel an: 702 11 662.
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