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„Keine Vorfestlegung für den Bau eines Autohofs“

Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer reagiert auf öffentliche Diskussion.

Von Martina Jurk, 18.06.2012.


Braunschweig. „Für das Gelände der früheren Heinrich-der-Löwe-Kaserne gibt es keine Vorfestlegung für den Bau eines Autohofs, stellte Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer vor Medienvertretern klar. Er halte die Klarstellung für erforderlich aufgrund der öffentlichen Diskussion in den vergangenen Wochen. In der Lindenbergsiedlung hat es dazu auch eine Bürgerversammlung gegeben.

„Wir sind in Gesprächen mit Kanada-Bau. Der Aufstellungsbeschluss von 2004 für das Gelände benennt vorrangig die Gewerbenutzung und sagt nichts über eine konkrete Nutzung aus“, betonte Leuer. Kanada-Bau als möglicher Investor habe der Stadtverwaltung lediglich eine Entwurfsskizze vorgelegt. Diese enthielte zwar Überlegungen für einen Autohof, sei aber nur eine erste Idee gewesen.
Den Stein ins Rollen gebracht hatte die Ratsfraktion der Bibs. Sie hatte nach Akteneinsicht zum Verkehrsgutachten im Bereich der Lindenbergsiedlung herausgefunden, dass es bereits konkrete Pläne für einen Autohof auf dem ehemaligen Gelände der Heinrich-der-Löwe-Kaserne gibt. In dem Verkehrsgutachten im Zusammenhang mit der Entwicklung des früheren Eisenbahnausbesserungswerks werde von einem „Multi-Truck-Center vergleichbar mit einem Autohof“ ausgegangen, so der Stadtbaurat. „Auch das ist nur exemplarisch und keine Vorfestsetzung. Das Gutachten geht, da keine Nutzung festgelegt ist, von der verkehrlich ungünstigsten Situation aus, um beim Nachweis der Leistungsfähigkeit des Verkehrsnetzes auf der sicheren Seite zu sein“, sagte Leuer. Ein Autohof sei für den „schlimmsten“ anzunehmenden Fall für zusätzlichen Verkehr also nicht falsch gewesen. Leuer räumte ein, dass das zu Irritationen geführt haben könnte und daraus die öffentliche Diskussion entbrannt sei.
Der Stadtbaurat wolle aber zum jetzigen Zeitpunkt den Bürgern die Sorge nehmen. Er selbst stehe einem Autohof kritisch gegenüber. Er verstehe die Sorge der Anlieger. Eine verkehrlich gute Situation für sie müsste sichergestellt werden. Entscheiden würden das aber letztlich die Ratsgremien.
Die Verwaltung wolle die Gespräche mit Kanada-Bau fortsetzen. „Wir werden eine einvernehmliche Lösung finden.“ Leuer versprach zudem, dass Stadtbezirksrat und Öffentlichkeit rechtzeitig informiert und beteiligt werden.
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