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Junge „Optimismusoffensive“

Auszubildende der Johannes-Selenka-Schule arbeiten mit dem Stadtmarketing zusammen.

Von Marion Korth, 25.03.2012.

Braunschweig. Sebastian Ahrens überlegt nicht lange: „Braunschweig ist eine ziemlich coole Stadt“, sagt er. Diese Äußerung kommt wie gerufen, aber ist nicht bestellt. Genau deshalb setzt das Stadtmarketing für den Entwurf einer Imagekampagne auf die Zusammenarbeit mit der Johannes-Selenka-Schule.

Bei der geplanten „Optimismusoffensive“ geht es um Charme und Glaubwürdigkeit und darum, was junge Menschen über ihre Stadt denken. So wie der 22-jährige Sebastian Ahrens stehen insgesamt 24 Schüler nach knapp zwei Jahren an der Berufsbildenden Schule kurz vor ihrem Praktikum und damit dem Abschluss ihrer Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten (GTA). Auf elf von ihnen wartet eine echte Herausforderung. Aus der Sicht junger Menschen sollen sie auf Plakatwände und Postkarten bringen, welche Stärken Braunschweig im Bereich der Freizeitgestaltung hat. Für die Schüler und die Schule ist die Kooperation mit dem Stadtmarketing eine einmalige Gelegenheit, nach außen hin zu zeigen, zu welchen Leistungen sie fähig sind.
Den Bezug zur beruflichen Praxis herzustellen, ist den Lehrern wichtig, aber nicht immer ganz einfach. Für eine an der Schule geplante Anzeigenkampagne fand Teamleiter Björn Koeppen keinen Kooperationspartner. „Das war einfach zu abstrakt“, sagt er. Die nach acht Wochen fertigen Entwürfe verschwanden wieder in der Schublade.
Von dort hat sie Bürgermeisterin Cornelia Rohse-Paul praktisch wieder herausgeholt. Sie kennt Koeppen schon lange, war selbst 20 Jahre in der Berufsausbildung tätig, ihr lag die Sache am Herzen. „Ich war von den Plakaten angetan“, sagt sie. Als Mitglied des Aufsichtsrates der Stadtmarketing GmbH nutzte sie den direkten Draht zu Geschäftsführer Gerold Leppa, legte ihm die Mappe vor mit der Anregung „… vielleicht können wir das gebrauchen“. Damit war der Anstoß für die Zusammenarbeit gegeben.
Sinn der neuen Kampagne soll es sein, junge Fach- und Führungskräfte nach Braunschweig zu holen. Dass junge Braunschweiger für ihre Stadt werben, lag für Leppa auf der Hand: „Sie haben eine klare, ungeschminkte Meinung. Das ist hier eine schöne Region, aber sie ist zu wenig bekannt“, sagt er. Junge Leute anzusprechen und für ein Statement zu gewinnen, ist jetzt Aufgabe der Auszubildenden, die bis zum 16. Mai Zeit haben, um Plakate und Postkarten zu entwerfen. Ab dem 16. Mai werden Vorschläge und Anregungen unter www.braunschweig.de gesammelt und die gewonnenen Erkenntnisse im Internet und unter www.facebook.com/braunschweig veröffentlicht.
Sebastian Ahrens und sein Mitschüler Janos Heil sind schon Braunschweig-Fans. Zum Beispiel wegen der großen Auswahl, der Vielzahl der Geschäfte, die über das Angebot der Unternehmensketten hinausgeht. „Die Stadt ist sehr kompakt und familiär, sie wirkt heimelig, auch wegen ihrer vielen schönen Altstadtecken“, zählt Sebastian auf. Damit ist viel, aber längst nicht alles gesagt.
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