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Jugend trainiert Politik

Joana Capitango (Mitte) bringt ihre Argumente zum Thema kostenlose Bus- und Bahntickets hervor. Von links hören Rahma Arari, Jaqueline Bösche, Celine Helmerich, Thay-My Do, Jannis Zander und Miriam Adolf zu. Am Ende einigt sich die Gruppe auf einen Pauschalpreis für den öffentlichen Personennahverkehr. Foto: Ammerpohl

Jugendkonferenz beleuchtet die Themen der nächsten Generation.

Von Andreas Konrad, 22.09.2013

Braunschweig. Politik im Selbstversuch. Etwa 80 Braunschweiger Schüler diskutierten und präsentierten am Freitag im Rahmen der zweiten Jugendkonferenz Themen, die sie bewegen. Teils getrieben von primär eigenen Interessen, teils mit massenkompatiblem Ansatz – ganz wie in der echten Politik.

Die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 19 Jahren traten nach 2011 zur zweiten Auflage der Konferenz an. Vormittags wurden in elf Arbeitsgruppen selbst gewählte Themen diskutiert, nachmittags wurden die Ergebnisse präsentiert. Anders als noch bei der ersten Jugendkonferenz, unterstützten fachkompetente Erwachsene von Verkehrs-AG, Stadt Braunschweig, Allgemeinem Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) oder der Jugend- und Drogenberatung (DroBs) Braunschweig einige der Gruppen, um vor allem rechtsrelevante Fehler zu vermeiden. Zudem konnten die Teilnehmer im Vorfeld der Konferenz via Facebook und Internet Themenvorschläge machen.
So stand von der Paintball-Halle für 16-jährige über Mobbing und Mitbestimmung bis hin zum Pauschalpreis von 20 Euro pro Halbjahr für Bus und Bahn nach Vorbild der Studierenden (alle Themen im Infokasten) ein weites Themenfeld auf der Agenda.
Nach der Präsentation der Gruppenergebnisse am Nachmittag waren Taten gefragt. Wer mag welche Gruppe auf ihrem weiteren Weg unterstützen? Von den Repräsentanten des Stadtrates sicherte eine Vertreterin der Linken mit den Worten „man könne ja mal prüfen, ob“, der Busgruppe mit dem Pauschalticket vage Unterstützung zu. Die SPD verwies zwei Gruppen konkret an die zuständigen Bezirksräte und alle anderen Fraktionen tauchten erst einmal ab. Auch das kann echte Politik sein. Was am Ende aus den Projekten wird, lässt sich im Internet unter www.jugendkonferenz-braunschweig.de nachverfolgen.

Info-Kasten
Das waren die Themen der Jugendkonferenz:
• Sicheres Radfahren in Braunschweig
• Jugendforum für Braunschweig
• Jugendliche und Suchtmittel
• Chancengleichheit in der Schule
• Pauschalpreise für Schülertickets
• Verbesserung des Nahverkehrs in Braunschweig und Umgebung
• Paintball-Angebot für Jugendliche ab 16 Jahren
• Anti-Mobbing
• Parkmöglichkeiten nach 22 Uhr in der Innenstadt
• Flips-Heft (Couponheft für sportliche Aktivitäten)
• Konzept-Park (Neugestaltung von Plätzen in Parkanlagen für Jugendliche)
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