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Jugend setzt sich durch

Lauter freundliche Gesichter bei der Eröffnung (v.l.): Silke Schlegel (DRK), Architekt Hubert Dohle, Sozialdezernent Ulrich Markurth, Michaela Springhorn (Fachbereich Hochbau und Gebäudemanagement), Bürgermeisterin Cornelia Rohse-Paul sowie Bezirksbürgermeister Hartmut Kroll. Im Vordergrund eine kleine Gruppe derer, für die das neue Jugendzentrum gebaut wurde. Foto: T.A.

Neues Jugendzentrum in Wenden eröffnet.

Von Marion Korth, 16.04.2014.

Braunschweig. Schick, sehr schick, aber trotzdem kein Prunkbau: Gestern ist das neue Jugendzentrum Wenden offiziell eröffnet worden. Ein schöner Augenblick und das Happy End einer langen Geschichte.

Bezirksbürgermeister Hartmut Kroll erinnerte an die Zeiten, als die Jugendlichen sich nicht weit entfernt vom neuen Zentrum an der Straßenbahnwendeschleife am Heideblick trafen. Und Bürgermeisterin Cornelia Rohse-Paul daran, wie sie tanzend vor dem Rathaus, in dem der Rat gerade tagte, ihrer Forderung nach einem Treffpunkt kreativ Ausdruck verliehen. Es blieb nicht bei der Forderung, die Jugendlichen brachten sich ein, machten Vorschläge, so dass sie ab 2007 einen Raum in der Schwimmhalle in Wenden für sich nutzen durften. Nach sieben Jahren und mit der Schließung des Hallenbades ist nun Schluss mit dem Provisorium. Die Jugendlichen von damals haben für die, die jetzt nach ihnen kommen, viel erreicht, da waren sich alle einig. Für das neue Zentrum, dessen Architektur auffällt, gab es nur Lob.
Groß, stark, schwarz – so präsentiert sich der Kubus – das neue Jugendzentrum in Wenden. Ziemlich cool sieht das Gebäude aus, innen erweist es sich als wahres Multitalent mit viel Platz und Licht, faltbaren Wänden und sogar einer Küche beziehungsweise Cafeteria.

„Ein architektonisches Kleinod“, sagte die Leiterin des Fachbereichs Hochbau und Gebäudemanagement, Michaela Springhorn. „Aber eines, das nicht mehr kostet als herkömmliche Architektur.“ 858 000 Euro wurden für den Bau des Jugendzentrums nach den Entwürfen des Architekturbüros Dohle + Lohse aus Braunschweig ausgegeben und damit sogar 60 000 Euro weniger als ursprünglich veranschlagt. Das Haus verfügt über eine Wärmepumpe, eine Solaranlage kann später nachgerüstet werden.

Mit nur sechseinhalb Monaten Bauzeit ist die pünktliche Fertigstellung gelungen, deshalb konnte auf Container als Zwischenlösung verzichtet werden. Die Jugendlichen hatten den gesamten Planungsprozess begleitet und im Rahmen des städtischen Beteiligungsprojektes BS4u ihre Vorstellungen und Ausstattungswünsche eingebracht. Das Ergebnis steht jetzt auf der grünen Wiese, direkt angrenzend ans Wendengymnasium, das derzeit eine neue Aula erhält. Beide Komplexe bilden ein Ensemble und sollen einen gemeinsamen Vorplatz erhalten.

Ein großes Dankeschön ging an das Unternehmen Perschmann, das das Hallenbadgelände, auf dem sich vorher der Jugendtreff befand, gekauft hat. Das Unternehmen unterstützte den Bau des neuen Zentrums mit 100 000 Euro. Bei der Übergabe ging der symbolische Schlüssel durch mehrere Hände. Michaela Springhorn vom Gebäudemanagement überreichte ihn Sozialdezernent Ulrich Markurth, der ihn wiederum an Silke Schlegel überreicht. Das Deutsche Rote Kreuz übernimmt die Trägerschaft für das neuen Haus, Silke Schlegel wird es leiten. Auf die Jugendlichen kommt übrigens schon die nächste Planungsaufgabe zu: Jetzt sollen sie an der Gestaltung eines Jugendplatzes mitwirken.
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