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Jobcenter zieht im Herbst um

Stadt mietet 9500 Quadratmeter im Gebäudekomplex am Hauptbahnhof an .

Von Marc Wichert, 13.07.2011

Braunschweig. In die „Toblerone“ kommt Bewegung. Voraussichtlich im November wird das Jobcenter einen Teil des Gebäudekomplexes am Hauptbahnhof beziehen.

Von den Decken hängen noch die Kabel und auch die Namensschilder an den Büros sind noch vom Vormieter, der in den Neunzigerjahren nur für kurze Zeit hier seine Büros hatte. Bald soll aber wieder geschäftiges Treiben die Etagen füllen: Der Mietvertrag zwischen dem Eigentümer, der Brawo Park GmbH, eine Tochtergesellschaft der Volksbank Braunschweig Wolfsburg (Brawo), und der Stadt sind unterzeichnet. Noch arbeiten Handwerker, um die jahrelang leerstehenden Räume herzurichten. Anfang November sollen dann die etwa 300 Mitarbeiter des Jobcenters in die neuen Räume am Berliner Platz 12-16 umziehen. Insgesamt mietet die Stadt über 9500 Quadratmeter an, einen Großteil davon für die Mitarbeiter des Jobcenters. „Damit haben wir eine für alle Beteiligten hervorragende Lösung gefunden“, sagte Finanz- und Liegenschaftsdezernent Ulrich Stegemann, in dessen Dezernat die Verträge verhandelt wurden, beim Rundgang durch das Gebäude.
Es sieht nach einem klassischen Win-win-Geschäft aus: Die Volksbank freut sich über einen seriösen und langfristigen Mieter, wie Volksbank-Vorstand Jürgen Brinkmann sagte – schließlich läuft der Mietvertrag über 20 Jahre. Und das Jobcenter hat eine passende Immobilie gefunden. Die Situation am momentanen Standort Cyriaksring sei für Mitarbeiter und Kunden des Jobcenters nicht mehr tragbar, sagte Stegemann. Die Mitarbeiterzahl sei in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen und alle verfügbaren Räume dienen mittlerweile als Behelfsbüros.
Derzeit werden die neuen Räume in Absprache mit dem Jobcenter durch die Volksbank renoviert. Technischer Standard, Ausstattung und Datentechnik würden auf den neuesten Stand gebracht, erklärte Jobcenter-Geschäftsführer Jörg Hornburg. „Die Arbeitsatmosphäre wird dadurch deutlich besser, dies kommt den Mitarbeitern, aber vor allem auch unseren Kunden zugute“, sagte Hornburg. Zu Spitzenzeiten kommen etwa 1000 Arbeitslosengeld-II-Empfänger täglich zu Gesprächen ins Jobcenter. Den Umzug nutze das Jobcenter gleichzeitig für eine Umstrukturierung des Neukundengeschäftes.
Auch für die Stadt erhoffen sich alle Beteiligten Positives. „Das Hochhaus soll die Visitenkarte der Stadt werden“, sagte Dezernent Stegemann. Immerhin ist der 15-geschossige Bau weithin sichtbar. Umso erstaunlicher, dass der Bau so lange vernachlässigt wurde, fand Brinkmann. „Wir haben jetzt alles vermietet.“ Nur die Mietverträge für die oberen drei Etagen fehlten noch.
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