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Ja zu längerer Landebahn

Gericht wies Klagen von Anwohnern und Naturschützern zurück



Braunschweig (mak). Dem Ausbau der Start- und Landebahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg steht gerichtlich nichts mehr im Wege. Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht wies die Klagen von Eigentümern, Anwohnern und dem Nabu gegen den Planfeststellungsbeschluss am Mittwoch zurück. Die Flughafengesellschaft könne mit dem Bau der verlängerten Start- und Landebahn beginnen.

Die Verlängerung der Bahn in ein europäisches Vogelschutzgebiet hinein sei zu Recht als Ausnahme genehmigt worden, befanden die Richter. Denn dem Ausbau der verfolgten Ziele komme ein höheres Gewicht zu als den beeinträchtigten Erhaltungszielen des Vogelschutzgebietes. Das Gericht hat die Annahme, dass der Ausbau erforderlich ist, um die am Flughafen angesiedelten Forschungseinrichtungen der Luft- und Verkehrstechnik zu sichern, nicht beanstandet.
Der siebte Senat bemängelte einzig, dass mögliche Alternativen für die östliche Umfahrung, mit der die durch die Landebahn durchtrennte Straßenverbindung ersetzt werden soll, fehlen. Vor allem die westliche Umfahrung soll noch geprüft werden. Zudem müssen sich die Planer eingehender mit der Lärmbelastung der Anwohner in Bienrode, verursacht durch eine geänderte Verkehrsführung, sowie den Schutzvorkehrungen gegen so genannte Wirbelschleppen beschäftigen.
Die Stadt freute sich in einer ersten Reaktion über die Nachricht aus Lüneburg. „Die Bahn ist frei für Investitionen von fast 40 Millionen Euro. Damit erhält der Forschungsflughafen endlich neuen Schub, und Braunschweig kann sich europaweit noch stärker als bedeutender deutscher Technologiestandort profilieren“, sagte Erster Stadtrat Carsten Lehmann. Durch das Urteil sei „immenser Schaden“ für die Stadt abgewendet worden.
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