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Ist der Break-Even Point schon lange überschritten ? Wenn aus Mitarbeitern Ressourcen werden

Lange ist es her, da war Deutschland ein Wirtschaftlich autark starkes Land. Ein Land mit Werten und Normen. Ein Land, in dem Arbeitnehmer stolz darauf waren, ein Teil des ganzen zu sein. Ja - ein wichtiges Teil im Getriebe der deutschen Wirtschaft zu sein. Und ja, man war sogar stolz darauf, mit seinen Steuern und Sozialabgaben den Deutschen Staat (vor allem die Bevölkerung) zu stützen. In dieser Zeit bin ich selbst groß geworden.

Mit Bedauern und Wehmut muss ich immer wieder feststellen, dass aus unserer starken Wirtschaft -eine Wirtschaft in der sich Unternehmen für ihre Mitarbeiter verantwortlich gefühlt haben - eine reine Ellenbogengesellschaft geworden ist.

Unternehmen kämpfen um jeden Cent der einzusparen ist. Und da Arbeitsabläufe schon lange soweit optimiert sind, dass an den selbigen keine Einsparungen mehr möglich ist, müssen andere Wege gegangen werden. Um im europäischen Umfeld weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben gibt es ja im Grunde 2 Möglichkeiten. Entweder ich bin so billig mit meinem Produkt dass meine Waren gekauft werden oder ich biete weiterhin "Waren mit angemessenen Preisen" an und baue auf mein Siegel "Made in Germany".

Nun leben wir aber in einer Zeit, in der dieses ehemalige "starke Siegel" keinen Wert mehr hat. Also sind Unternehmer gezwungen verstärkt in der Personalpolitik einzusparen. Human-ressources ist inzwischen zum Zauberstab der leitenden Personaler geworden.

Doch warum betone ich dieses Wort eigentlich. Es erinnert mich stark an meine Zeit als Soldat. Um als Soldat keine Gefühle gegenüber dem Feind aufkommen zu lassen weil man diesen verletzen muss, werden Gegner als weiche Ziele bezeichnet. Das hat einen rein psychologischen Hintergrund. In dem Moment, wo wir Menschen nicht mehr als Menschen sehen, fällt es uns einfacher die Dinge rein sachlich zu sehen.

Frei nach dem Motto : "Wenn du hier nicht für 400€ arbeiten willst, dann finde ich einen anderen, der dazu bereit ist." werden Menschen in der Gegenwart quasi ausgebeutet. Nicht weil die Personaler oder leitenden Angestellten böse Menschen sind. Es liegt an der Sichtweise und den verlorenen Werten.

Vielleicht sollten sich unsere gewählten Volksvertreter mal an dem orientieren, was einmal war. MANCHMAL muss man falsch eingeschlagene Wege auch einfach zurückgehen können um wieder vorwärts zu kommen.

Freundlichst
Patrick W. Müller
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