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Initiative „Bürgermeister gemeinsam gegen Antisemitismus“

Gemeinsam für Religionsfreiheit und gegenseitigen Respekt
Initiative „Bürgermeister gemeinsam gegen Antisemitismus“
Am 30. März 2016 im Haus der Kulturen in Braunschweig

Zur Unterstützung der Initiative „Bürgermeister gemeinsam gegen Antisemitismus“, die vom American Jewesh Committee, vertreten durch Pressesprecher Fabian Weißbarth aus Berlin, in den USA initiiert worden war, hatte Oberbürgermeister Ulrich Markurth Vertreter der jüdischen und der muslimischen Gemeinde, wie auch der christlichen Kirchen zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Ebenso waren zahlreiche Vertreter politischer Fraktionen und interessierte Bürger geladen. Ulrich Markurth macht in seiner eindrucksvollen Rede sehr deutlich, dass durch Offenheit und direkten Austausch Unterschiedlichkeiten und Verbindendes benannt werden sollen. Dabei machte er jedoch auch deutlich, dass nicht ‚jede Religion assimilierbar ist’. Wertschätzung und Respekt soll denen entgegen gebracht werden, die zu uns kommen. Es zeigt sich, dass die ‚freiheitlich-demokratische Grundordnung’ zerbrechlich ist. Sie ist als unser Fundament anzuerkennen. Nach dem Hinweis auf die Lessingsche Ringparabel fordert er, dass die Gesellschaft für unsere Werte streiten muss.
In der anschließenden Gesprächsrunde tauschten sich Renate Wagner-Redding (jüdische Gemeinde), Hayri Aydin (Rat der Muslime BS), Reinhard Heine (Propst kathol. Kirche) und Uta Hirschler (Pröpstin der ev.-luth. Kirche in Braunschweig) darüber aus, inwieweit die derzeitige Situation die Stimmungen in den jeweiligen Gemeinden beeinflusst. So wurde deutlich, dass es zwar keine konkreten Ängste gibt, ungute Gefühle jedoch sehr viele Menschen beschäftigen. Die muslimischen Gemeindemitglieder fühlen sich besonders betroffen und geschädigt durch die Attentate der letzten Zeit. Diese diffusen Ängste sind wohl eine der Ursachen dafür, dass Menschen die AfD (Alternative für Deutschland) wählten. Ein interreligiöser Dialog wird angestrebt, und eine zunehmende Religions- und Kirchenfeindlichkeit in unserem Land konstatiert. Mit dem allgemeinen Wunsch, weiterhin im Kontakt zu sein, endete diese Gesprächsrunde. Anschließend nahm ich die Gelegenheit wahr, mich Herrn Propst Reinhard Heine und dem Landesbischof Dr. Meyns als Mitglied der Alternative für Deutschland vorzustellen. Beide Herren kannten noch keinen Vertreter dieser jungen Partei persönlich und begegneten mir sehr freundlich. Es war mir möglich, ihnen mitzuteilen, dass es wichtig ist, dass Respekt und Achtung nicht nur gegenüber Religionen und fremden Menschen wichtig sind, sondern auch gegenüber Menschen, die andere Ansichten im Hinblick auf die Entwicklung unseres Landes haben. So gibt es nicht nur diffuse Ängste, die 'Menschen dazu bringen die Alternative für Deutschland zu wählen‘, sondern auch diffuse Ängste gegenüber diesen Menschen.
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3 Kommentare
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Hans-Jürgen Hain aus Braunschweig - Innenstadt | 31.03.2016 | 22:31  
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Annegret Hamecher aus Braunschweig - Innenstadt | 01.04.2016 | 14:49  
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Hans-Jürgen Hain aus Braunschweig - Innenstadt | 01.04.2016 | 15:53  
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