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Im Notfall schneller erreichbar

Klinikum Braunschweig nimmt Hubschrauberlandeplatz in Betrieb – Kosten: 1,8 Millionen Euro.

Von André Pause, 30.01.2013.


Braunschweig. Jetzt ist er da, der Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des Klinikums Braunschweig in der Salzdahlumer Straße. Rund 1,8 Millionen Euro kostete die Errichtung der neuen Landefläche, die ohne öffentliche Förderung gemeistert wurde.

Mindestens 15 bis 20 Minuten Zeitgewinn bringe der Krankentransport über den neuen Landeplatz. Ein- und Ausladen sowie das Sicherungsprozedere im Krankentransporter fallen nun weg, berichtet der ärztliche Direktor Professor Dr. Horst Kierdorf. „Die Achse der OPs, der Intensivstation und aller wesentlichen Orte im Klinikum kann nun schneller erreicht werden.“
Die Wichtigkeit verdeutlicht Kierdorf am Beispiel von Schlaganfallpatienten. Drei Stunden Zeit habe man, um einen Schlaganfall „aufzuheben“, die nötige Spritze zu setzen. „Das hört sich erst einmal viel an, aber wenn der Schlaganfall in Schöningen geschieht, sieht das schon anders aus.“

Für den Patiententransport in das Gebäude wurde zudem ein Aufzug aufgestockt, außerdem zwei Treppenhäuser, die als Fluchtwege genutzt werden können.

Von einem großen Schritt spricht Ulrich Markurth, Stadtrat und Aufsichtsratvorsitzender des Klinikums: „Dieser Landeplatz erhöht die Sicherheit von Notfallpatienten und der Crew im Hubschrauber deutlich. Das ist für den Nichtfachmann schon sehr beeindruckend. Ich denke, dass der Rettungshubschrauber ‚Christoph 30‘ den neuen Landeplatz doch etwas lieber anfliegt.“
Nicht nur lieber, auch öfter. Waren es auf dem ebenerdigen Landeplatz jährlich rund 320 Landungen, wird sich diese Zahl, nach Schätzungen der Verantwortlichen auf etwa 800 mehr als verdoppeln.
Die neue Landefläche besteht aus einer Stahlbetonplatte, die auf Stahlträgern ruht. Hubschrauber mit einem Gesamtgewicht von bis zu sechs Tonnen können dort landen. Die Lasten werden über 20 Stahlstützen direkt in eine identische Anzahl von Stahlbetonstützen überführt Federlager zwischen der Landeplattform und dem Gebäude verhindern, dass Schwingungen in die Gebäudekonstruktion gelangen. Insgesamt hat die Errichtung der neuen Landefläche etwa 1,8 Millionen Euro gekostet. „Diese Summe haben wir ohne öffentliche Förderung aus eigenen Mitteln aufgebracht. Wir sehen uns als Maximalversorger, aber auch in der Pflicht, unsere Versorgungsstrukturen weiter zu verbessern“, betont Helmut Schüttig, Geschäftsführer des Klinikums, unter Verweis auf weitere Maßnahmen des ersten Bauabschnitts.
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