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Im „Garten“ darf gebaut werden

Private Investitionen von 56 Millionen Euro für Modell-Wohnquartier – Ausstellung im Rathaus

Marion Korth

Braunschweig. Das in Deutschland einzigartige und vom Bundesbauministerium als Modellvorhaben ausgezeichnete Braunschweiger Wohnprojekt „St. Leonhards Garten“ nimmt Gestalt an. Im Oktober können die Bauarbeiten beginnen.

Auf dem Gelände des früheren Straßenbahndepots sollen Stadt-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 56 Millionen Euro entstehen. Nachdem im Februar 2009 die Planung vom Rat der Stadt einstimmig verabschiedet worden war, hat jetzt der Gestaltungsbeirat die konkreten Architekturen für 44 Stadthäuser, fünf Mehrfamilienhäuser und drei Doppelhäuser begutachtet, positiv bewertet und freigegeben.
Die Entwürfe sowie ein Modell im Maßstab 1:100 sind in einer Ausstellung im Rathaus zu sehen, die Stadtbaurat Wolfgang Zwafelink am Donnerstag vorgestellt hat.
„Die Entwürfe, die jetzt verwirklicht werden können, zeigen eindrucksvoll: Mit St. Leonhards Garten gibt Braunschweig eine ebenso ambitionierte wie überzeugende Antwort auf die Frage, welche bauliche Gestalt Wohnen und Leben für alle Generationen in der Stadt der Zukunft haben wird“, sagte Zwafelink. Im Dialog mit den jeweiligen Nachbarn hätten die Bauherren die individuellen Wohnbedürfnisse ausgelotet und ausformuliert. Das sichere die bauliche Qualität von Anfang an und befördere den späteren Zusammenhalt innerhalb des Quartiers. Zwafelink: „Die abgestimmten Entwürfe bilden die erfolgversprechende Grundlage für die bauliche Umsetzung des Bundesmodellprojektes St. Leonhards Garten, das gemeinschaftlich realisiert wird.“ St. Leonhards Garten entwickele sich zu einem gemeinschaftlichen Projekt und einem nachhaltigen städtischen Lebensraum – vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und einem gestiegenen Interesse an Wohnraum in der Stadt.
Für mehr als 50 Häuser lägen bereits konkrete Pläne vor, berichtete der Stadtbaurat. Vielfältige Grundrisse trügen den gegenwärtigen persönlichen Wohnbedürfnissen der Bauherren Rechnung, seien zugleich flexibel genug, um auf veränderte Lebensumstände zu reagieren.
Diese Flexibilität war unter dem Stichwort Mehrgenerationenhaus ein entscheidender Aspekt, weshalb das Bundesbauministerium St. Leonhards Garten zum Bundesmodellprojekt für das ExWoSt-Forschungsfeld (Experimenteller Wohnungs- und Städtebau) im Hinblick auf Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere erklärte. Braunschweig setzte sich mit acht weiteren Städten gegen rund 140 Bewerbungen durch. Das Bundesministerium hatte den innovativen Charakter des Planungsprozesses für St. Leonhards Garten, aber auch die komplexen inhaltlichen Zielsetzungen für den Wettbewerb als beispielhaft gewürdigt und als förderungswürdig anerkannt.
„St. Leonhards Garten wird sich als unverwechselbares, städtebaulich anspruchsvolles Wohnkonzept entwickeln“, ist sich der Stadtbaurat sicher.

Info: Entwürfe der in St. Leonhards Garten entstehenden Häuser sowie ein etwa drei mal einen Meter messendes Modell im Maßstab 1:100 sind bis zum 7. Juli montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr zu sehen im Foyer im zweiten Obergeschoss des Rathaus-Altbaus, Platz der Deutschen Einheit 1.
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