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IHK will Bezirkszuschnitt nicht ändern

Braunschweig (anh).

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Braunschweig empfiehlt von vornherein, bei einer Gebiets- und Verwaltungsreform den derzeitigen Zuschnitt der IHK-Bezirke nicht zu ändern. Das teilte die Kammer jetzt in einer ersten Stellungnahme zum Thema mit.

Mitte Februar hatte Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann in der Dornse im Altstadtrathaus vor geladenen Gästen seine Idee von einer politisch und wirtschaftlich geschlossenen Region Braunschweig mit einem eigenen Regionalparlament vorgestellt (nB berichtete). Vorbild könnte die Region Hannover sein, sagte Hoffmann. Er kritisierte die zersplitterten Verwaltungsstrukturen, unter anderem Kammergrenzen, die den Großraum Braunschweig durchschneiden. Sie seien der Handlungsfähigkeit der Region abträglich.
Im Großraum Braunschweig üben zwei Industrie- und Handelskammern hoheitliche Aufgaben aus. Die IHK Braunschweig, zu der auch Goslar gehört, sowie die Kammer Lüneburg-Wolfsburg. Sie betreut unter anderem die Unternehmen aus Gifhorn und Wolfsburg. „Die niedersächsischen Kammern arbeiten bereits sehr eng zusammen“, sagte IHK-Präsident Dr. Wolfgang Schmid beim Pressegespräch. Anfragen von Mitgliedsunternehmen würden schon jetzt kammerübergreifend bearbeitet: „Wir lassen unsere Kunden und Mitglieder nicht spüren, wo sie gerade sitzen“, sagte Schmid.
Grundsätzlich sei das Thema einer Verwaltungsreform vom IHK-Präsidium mit großem Interesse aufgenommen worden. Die Kammer wolle jetzt prüfen, inwieweit eine neu formierte regionale Verwaltungsstruktur nützlich für die Wirtschaft sei. Einen Beschluss muss die Vollversammlung bei ihrer Sitzung am 28. April fassen, sagte Hauptgeschäftsführer Dr. Bernd Meier.
Das Gutachten solle im Herbst vorliegen und Chancen und Risiken prüfen. Ein Risiko einer neuen Großregion Braunschweig, in der bisherige Landkreise und kreisfreie Städte aufgehen würden, könnte die Größe sein, meinte der Hauptgeschäftsführer. Ein Vorteil die Beschleunigung von Baugenehmigungen. Alternativen zu der von Oberbürgermeister Hoffmann vorgeschlagenen Reform könnten neue Kompetenzen für den Zweckverband Großraum Braunschweig sein.
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