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Ideen und Beschwerden: Immer her damit

Wer Anregungen hat, stellt sie auf der Ideenplattform vor und sammelt dort auch Unterstützer.

Stadtverwaltung erweitert Internetangebot und will damit mehr Bürgernähe erreichen.

Von Marion Korth, 23.06.2017.

Braunschweig. Wenn die Mitarbeiter der Stadtverwaltung an einem der nächsten Montage, kaum haben sie ihre Computer hochgefahren, rot sehen, dann könnte es am neuen Bürgerportal liegen, das seit Mittwoch in Betrieb ist. „Wir rücken an die Bürger heran, suchen die Nähe und den Kontakt“, sagt Stadtrat Claus Ruppert bei der Vorstellung des „Mängelmelders“ sowie der „Ideenplattform“.

Mängelmelder

In einer Stadt der Größenordnung Braunschweigs „ist immer eine Laterne kaputt, steht eine Gehwegplatte hoch oder ein kaputtes Fahrrad herum“, sagte Ruppert. Solche „Mängel“ oder Ärgernisse konnten Braunschweigs Bürger auch bislang schon ans Beschwerdemanagement melden, wählten dafür zumeist den Weg per Mail. 5000 bis 6000 Beschwerden erreichten die Stadt auf diesem Weg jährlich. Jetzt soll alles noch viel einfacher, schneller und damit bürgerfreundlicher werden. Über www.mitreden.braunschweig.de kommt man – auch mobil von unterwegs – zum Portal und weiter dann zum „Mängelmelder“, wählt eine der zwölf vorgegebenen Kategorien und benennt und markiert, was und wo es im Stadtgebiet „brennt“. Zusätzlich lassen sich Fotos hochladen.

Die rote Markierung auf der Karte ist für die Mitarbeiter der jeweils zuständigen Abteilung das Alarmzeichen. So könnte es nach einem Wochenende tatsächlich vorkommen, dass sich die roten Zeichen häufen. Mit mehr Aufwand rechnet die Stadtverwaltung schon, hofft aber, nicht gleich von einer Beschwerdewelle überrollt zu werden. Neues Personal wird vorerst nicht eingestellt, es gehe erst einmal darum, Erfahrungen zu sammeln – und dann das Angebot gezielt auszuweiten.

Je nach Status wechselt die Farbe der gesetzten Markierung auf Gelb für „in Bearbeitung“ bis hoffentlich zu Grün „Problem gelöst“. So ist für jeden sofort zu sehen, wie es mit der Abarbeitung vorangeht. Grau gibt es auch, es steht für „nicht zuständig“. Der Wunsch mal eben nach einer neuen Ampelschaltung und damit für eine grüne Welle fällt in diese Kategorie. Eine defekte Ampel wäre hingegen ein klarer Fall für den Mängelmelder.

Ideenplattform

Die Stadt hat außerdem ein offenes Ohr für die Anregungen der Menschen, die in Braunschweig leben. Auf der Ideenplattform geht es nicht um wilde Müllhalden, sondern um Vorschläge zu Verkehrsänderungen (Klint als Sackgasse) oder den Wunsch, Braunschweig als Etappenziel auf dem Fernradweg Amsterdam-Berlin einzubinden. „Was kein Geld kostet, geht gleich weiter in die Fachabteilungen, was Geld kostet, benötigt 140 Unterstützer und wird dann in den Fachabteilungen geprüft und weitergeleitet“, erläutert Ruppert. Gute Ideen werden dann – je nach Zuständigkeit – direkt dem Oberbürgermeister, dem Stadtbezirksrat oder auch den Rat vorgelegt.

Für die Zukunft kann Ruppert sich noch viele weitere Angebote für mehr Bürgernähe vorstellen. Wie wär’s zum Beispiel mit einer virtuellen Bürgermeistersprechstunde?
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