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Hilfe mit Herz und Verstand

Wertvolle Fracht auf dem Weg nach Liberia.

Von Marion Korth, 17.02.2013.

Braunschweig. Nach etlichen Stunden Kistenschleppens war es vollbracht: Ein Schiffcontainer voll mit nützlichem und technischem Gerät wird am 25. Februar vom Hamburger Hafen nach Liberia gebracht. Braunschweiger Hilfe, die garantiert ankommt.

Seit fast 20 Jahren läuft das Projekt für Liberia unter dem Dach des DRK-Ortsvereins Braunschweig Nord-West, dessen Vorsitzende Annegret Müller ist. Dass sie sich für Liberia engagiert, ist eher Zufall. Ein Trommelworkshop bei einem Liberianer, dessen Schwester in dem nach einem Bürgerkrieg gebeutelten Land ein Waisenhaus sowie etliche Kinderprojekte betreut, bildete die Brücke. „Nachdem ich einmal in Liberia gewesen bin, ist mein Herz dort hängengeblieben“, sagte Annegret Müller. Mittlerweile sei die Zusammenarbeit so gut eingespielt, dass sie sich etwas zurückziehen kann. „Die Grenze war einfach erreicht, das alles kostet doch viel Zeit.“ Einen Aktenordner füllt allein der Papierkram für diesen einen Container: Genehmigungen, Ladelisten, Zollpapiere.
Wertvollste Fracht ist eine Solaranlage, die eine Schule in Brewerville mit Strom versorgen soll, damit die Klassenräume beleuchtet und auch noch nach Einbruch der Dunkelheit genutzt werden können. Ohne anzubauen, könne so die Schülerzahl verdoppelt werden. Sieben Ingenieure und Techniker des Vereins „Ingenieure ohne Grenzen“ werden in Liberia die Anlage, damit sie nicht zu Schaden kommt, in Empfang nehmen und sie auch installieren. „Allein die Batterien wiegen über 1000 Kilogramm“, sagt Gabie Skusa-Krempec, aber auf die Unterstützung der im Rebenpark ansässigen Firmen war wieder Verlass. Heimbs etwa half mit Gabelstaplern beim Beladen. Die enorme Hilfsbereitschaft begeistert die beiden Frauen immer wieder. So kommt es, dass nun auch 100 komplette Computerarbeitsplätze für eine andere Schule, zwölf Fahrräder, eine Teigknetmaschine, insgesamt 25 Bananenkisten voller Schulmaterial von der Malkreide bis zum Heft, gepackt von den Lehrern und Schülern der Hauptschule Meinersen, dem Gymnasium Kleine Burg und dem CJD, sowie jede Menge medizinisches Material mit an Bord sind. Das gesamte Engagement sei auf Nachhaltigkeit ausgelegt. „Unser Schwerpunkt ist die Bildung“, sagt Müller.
Wer das Liberia-Projekt unterstützten möchte, sollte im Charity-Secondhandshop, Rebenring 31 (Innenhof C) vorbeischauen. Ob Sammeltasse, Winterjacke oder Kinderbuch: Wer hier kauft, tut Gutes. Geöffnet ist der Laden montags, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr.
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