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Hilfe in schwierigen Situationen

Oberbürgermeister schlägt vor, zusätzlich 150 000 Euro für Sozialverbände zu bewilligen.

Braunschweig (epd/jr), 05.01.2011.

Die Zuschüsse für die Wohlfahrtsverbände sollen in diesem Jahr um 150 000 Euro steigen. Dies sagt Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann. Jeder der fünf Verbände sollte 30 000 Euro mehr erhalten.

„Ich habe immer zugesagt, dass die Zuschüsse für die Verbände wieder steigen, wenn die Haushaltslage sich bessert“, sagte Hoffmann. Bereits 2010 seien die Mittel im Sozial- und Jugendbereich um 250 000 Euro angehoben worden, wovon auch die Wohlfahrtsverbände profitierten. „Jetzt können wir noch einmal drauflegen“, sagte Hoffmann. Dies sei möglich, weil die Stadt in den vergangenen Jahren sparsam gewirtschaftet habe und nun die gestiegenen Einnahmen nicht zum Stopfen von Haushaltslöchern verwenden müsse.
„Dies ist ausdrücklich auch eine Würdigung der hervorragenden Arbeit der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege, die mit den unterschiedlichsten Projekten und Einrichtungen für alle Altersklassen einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben unserer Stadt leisten und insbesondere denen helfen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden“, sagt Hoffmann.“ Er danke den Verbänden für ihr Engagement. Er sei sich ziemlich sicher, dass der Rat dieser Einschätzung zustimme und die Mittel bewilligen werde.
Mit den jetzt vorgeschlagenen zusätzlichen Zuschüssen würden den Einrichtungen und Verbänden im Sozial- und Jugendbereich insgesamt rund 7,7 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Darin enthalten sind neben den unmittelbaren Zuschüssen auch Mittel im Rahmen der Förderung einzelner Projekte.
Die Entscheidung, in welchen Bereichen die zusätzlichen Mittel eingesetzt werden, soll den Verbänden AWO, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Caritas, Diakonisches Werk und DRK überlassen werden. Die Zuschüsse für Vereine und Verbände waren angesichts der Haushaltsnotlage 2002 im Rahmen der Haushaltskonsolidierung pauschal um 20 Prozent gekürzt worden.
Das Diakonische Werk der braunschweigischen Landeskirche hat inzwischen einen deutlichen Personalabbau angekündigt. Die Zahl der direkt beim Dachverband angestellten Mitarbeiter werde sich bis zum Jahr 2013 auf 38 bis 40 reduzieren, sagte Direktor Lothar Stempin. . Im Oktober 2010 waren nach seinen Angaben noch 78 Mitarbeiter beim Verband beschäftigt. Bei seinem Amtsantritt im Jahr 2000 waren es 125. Die sechs Kreisstellen mit umfassender Sozialberatung in Braunschweig, Wolfsburg, Helmstedt, Wolfenbüttel, Salzgitter und Goslar sollen jedoch bestehen bleiben. Das Diakonische Werk reagiert mit den Kürzungen vor allem auf die Halbierung der landeskirchlichen Zuschüsse von jährlich zwei auf eine Million Euro. Dies war im November von der Landessynode beschlossen worden. Er gehe davon aus, dass sich betriebsbedingte Kündigungen vermeiden ließen, sagte Stempin. Die Arbeitsverdichtung nehme jedoch immer weiter zu. Einen Schwerpunkt ihres Engagements für die sozialen Belange der Bürger sieht die braunschweigische Diakonie nach Angaben Stempins weiterhin in der Arbeitsmarktpolitik.
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