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Helfer wurde selbst zum Opfer

27-Jähriger an der Haltestelle Rathaus brutal zusammengeschlagen – Polizei bittet um Hinweise.

Von Martina Jurk, 06.02.2013.

Braunschweig. Unglaublich brutal zusammengeschlagen wurde ein 27-Jähriger, der am vergangenen Donnerstagabend einer Gruppe junger Frauen helfen wollte. Er hatte kurz nach 18.30 Uhr an der Straßenbahnhaltestelle Rathaus, am Kiosk im Eingangsbereich zum „Schlosscarrée“, mitbekommen, wie sechs, augenscheinlich alkoholisierte, männliche Personen eine Gruppe junger Frauen anpöbelte und diese auch mit Bier bespuckten. Als der junge Mann dazwischen ging, um den Frauen zu helfen, wurde er plötzlich von den Männern angegriffen und mit Fäusten niedergeschlagen, so dass ihm mehrfach das Nasenbein brach. Keiner der Passanten sei eingeschritten. „Noch nicht einmal die Polizei wurde gerufen“, sagt Polizeisprecher Joachim Grande verständnislos. Die Mädchen seien in die gerade eintreffende Straßenbahn eingestiegen und davongefahren. Weder über sie, noch von ihnen gäbe es Hinweise, so Grande. Das Opfer habe sich verletzt und blutüberströmt bis zum Polizeikommissariat Münzstraße geschleppt. „Die Beamten waren erst mal geschockt“, sagt Grande, „und haben sofort einen Krankenwagen gerufen.“ Der genaue Tathergang sei noch unklar, auch deshalb, weil das Opfer bis gestern noch nicht befragt werden konnte.
Am Montagabend habe sich jemand per E-Mail bei der Polizei gemeldet, der meint, möglicherweise Hinweise geben zu können.
Da es im Bereich der Haltestelle keine Kamera gebe, würden jetzt die Aufnahmen anderer Kameras in der Innenstadt daraufhin überprüft, ob die Gruppe der Männer schon woanders aufgefallen ist.
Die Polizei bittet dringend um Zeugenhinweise. Auch die Mädchen werden gebeten, sich zu melden. „Niemand, der Hinweise gibt, muss Angst haben, wegen unterlassener Hilfeleistung belangt zu werden“, ermutigt Joachim Grande. Die Täter sind zwischen 17 und 20 Jahre alt und waren unauffällig mit Jeans und dunklen Winterjacken bekleidet.
Hinweise nimmt das Polizeikommissariat Mitte, Telefon: 4 76 31 15, entgegen.
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