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„Hart in der Sache, aber fair“

Hennig Brandes ist seit 1996 für die CDU im Rat und war Landtagsabgeordneter. Foto: Daniela Nielsen
 
CDU-Kreisvorsitzende Heidemarie Mundlos und CDU-Fraktionschef Klaus Wendroth (r.), der Mitglied der Findungskommission war, stellten gestern OB-Kandidaten Hennig Brandes vor. Brandes kündigte einen Wahlkampf „hart in der Sache, aber mit Fairness“ an. Foto: Daniela Nielsen

CDU schlägt Hennig Brandes (55) als Kandidat für Oberbürgermeisteramt vor.

Von Marion Korth, 03.09.2013

Braunschweig. Jetzt ist es offiziell: Die CDU schickt Ratsherrn Hennig Brandes (55) in das Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters. Sein Konkurrent ist Sozialdezernent Ulrich Markurth, der für die SPD antritt. Die Wahl findet am 25. Mai 2014 zeitgleich mit der Europawahl statt. „Die Stadt hat sich in den vergangenen 13 Jahren gut entwickelt. Ich werde an die erfolgreiche Arbeit von Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann anknüpfen“, versprach Brandes gestern.

„Ja, ich freue mich“, sagt Hennig Brandes. Der CDU-Politiker ist kein Mann großer Gefühlsausbrüche, beschreibt sich selbst als eher „sachlich“. Aber als CDU-Kreisvorsitzende Heidemarie Mundlos gestern seine Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters verkündete, sah er wirklich aus, als freue er sich.


Nachdem Finanzdezernent Ulrich Stegemann seinen Verzicht auf die Kandidatur erklärt hatte, hatte sich eine Findungskommission Anfang August an die Arbeit gemacht, einen Nachfolger für den amtierenden Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann in den Reihen der CDU auszumachen. Mit Hennig Brandes hat die CDU nicht nur einen Politprofi, sondern auch einen fest mit der Stadt verwurzelten Braunschweiger gefunden, der als Direktor des Zweckverbandes Großraum Braunschweig noch dazu über Verwaltungswissen verfügt. All das war der CDU wichtig, weitere Kriterien, so Heidemarie Mundlos, waren „ein gewisser Bekanntheitsgrad“, Bürgernähe und das Wissen um wirtschaftliche Abläufe. All das bringt Hennig Brandes mit. Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Wendroth stand er deshalb persönlich schon lange ganz oben auf der Liste möglicher Kandidaten, erst recht nach dem Verzicht Stegemanns: „Ich kenne ihn seit 1996, er macht Politik mit ruhiger Hand, aber zielstrebig. Einen besseren Kandidaten können wir uns für Braunschweig nicht vorstellen.“
Auf SPD-Seite steht Brandes mit Sozialdezernent Ulrich Markurth ein mindestens ebenbürtiger Konkurrent gegenüber. „Ich freue mich auf einen spannenden Wahlkampf, um die Unterschiede herauszuarbeiten“, sagt Brandes. Denn die gebe es durchaus. „Entscheidungen werde ich zum Wohl der Stadt fällen und nicht zum Wohl einzelner Parteien“, sagt Brandes. Nicht alle Wünsche können erfüllt werden, dies klar zu benennen, „Ecken und Kanten zu zeigen“, werde sein Kurs werden. „Und ich werde keine Wahlversprechen geben, die nicht seriös finanziert sind“, schiebt er nach.
Brandes hatte sich eine kurze Bedenkzeit erbeten, bis seine Entscheidung stand. Nachdem der Familienrat zugestimmt hat, nimmt er nun die „große Herausforderung“ an. Diese neue Wendung in der politischen Laufbahn des 55-Jährigen habe ihn selbst ein bisschen überrascht. Dies genau aber sei das Spannende an der Politik. Schließlich hätte es auch gut sein können, dass der studierte Forstwirt in einem verwunschenen Forsthaus irgendwo im Wald sitzt. Jetzt aber soll es mitten ins städtische Leben, in Braunschweigs höchstes Amt gehen: „Ich bin zuversichtlich, was meine Chancen betrifft, sonst hätte ich das nicht gemacht.“
Gestern Abend wurde der Kandidat Kreisvorstand und Kreisausschuss vorgestellt. Am 29. November findet der Nominierungsparteitag der CDU statt.
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