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Halbzeit im Weihnachtsgeschäft

Traditionell gehört der Sonnabend vor dem zweiten Advent zu den umsatzstärksten Tagen

Von Ingeborg Obi-Preuß, 06.12.2009

Braunschweig. „Verhalten optimistisch“, bezeichnet Olaf Jaeschke vom Unternehmerverband Einzelhandel die Stimmung unter den Kaufleuten. Das Weihnachtsgeschäft lief gestern gut an, der zweite Adventssonnabend stärkt diese eher positive Sicht.

„Die Stadt hat sich gut entwickelt“, sagt Jaeschke, die Eröffnung der Schlossarkaden habe viel Veränderung und Verbesserung nach sich gezogen.
Er selbst gehörte zu den Kritikern des ECE-Komplexes, und auch heute beobachtet er die Folgen für die Innenstadt genau. Unterm Strich aber, so sein Fazit, haben die meisten Händler von der Neuansiedlung profitiert. Unbestritten allerdings hätten sich die Kundenströme verlagert, je weiter weg vom Schloss, je schwieriger die Lage.
Allerdings könnten die ECE- Nachwirkungen im diesjährigen Weihnachtsgeschäft nicht wirklich bewertet werden, denn auch die Wirtschaftskrise beeinflusse das Kaufverhalten. „Im Einzelfall lässt sich nicht genau sagen, wo die Ursachen für eine mögliche Kaufzurückhaltung in bestimmten Branchen oder in bestimmten Straßenzügen liegen könnten.“
Bislang sei die Wirtschaftskrise kaum auf den Handel durchgeschlagen. „Aber die Kunden kaufen bewusster, schauen genauer hin und vergleichen mehr.“ Jaeschke hofft auch auf den sogenannten „Cocooning-Effekt“. Dieses „Verpuppen“, ein Rückzug ins Privatleben, beobachten Trendforscher als Reaktion der Menschen auf eine als bedrohlich empfundene Welt in Krisenzeiten. Und zu diesem „sich in einen Kokon einspinnen“ gehört dann auch, es sich zu Hause besonders schön zu machen. Eine Tendenz, von der der Einzelhandel profitiert.
Bei allem Optimismus spricht Jaeschke aber auch von Problemen. „Bei unserem Verband laufen die Anfragen auf, wir sind zuständig für den gesamten Handel in der Region. Und wir sind keine Marketinggesellschaft, bei uns suchen die Mitglieder Rat und Hilfe wenn es schwierig wird, besonders um juristische Beratung wird häufig gebeten.“ Auch weiß er um die Zukunftssorgen der Händler in den weniger frequentierten Straßen. „Hier müssen wir gemeinsam mit den anderen Akteuren der Stadt noch mehr für Aktionen sorgen, die die Menschen anlocken“, sagt er.
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