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Händler proben den Widerstand

Sonntagsöffnungen: Bürgermeister der Region treffen sich Dienstag bei der IHK zum Krisengipfel

Von Ingeborg Obi-Preuß

Braunschweig. Während der Schlussverkauf auf die Zielgerade geht, formiert sich der Widerstand gegen Sonntagsöffnungen: am Dienstag ist Krisensitzung.

Gemeinsamer Auftritt für eine starke Region: Alle Bürgermeister aus dem Bezirk der Industrie- und Handelskammer treffen sich am Dienstag (5. August), um ihre Strategie zum Thema „Sonntagsöffnungen“ abzustimmen.
Nach der jetzigen Regelung dürfen viele Geschäfte in Gebieten mit dem Titel „Ausflugsort“ an 42 Sonntagen im Jahr öffnen. Also jeden Sonntag, außer in der Adventszeit und an den hohen Feiertagen im November.
„Das führt zu einem Kannibalismus“, sagt Volkmar von Carolath, Vorsitzender des Arbeitsausschusses Innenstadt (AAI). So seien in Soltau und Bispingen beispielsweise riesige Einkaufslandschaften geplant, die sonntags geöffnet haben werden. „Das kann für unsere Region durchaus gefährlich werden“, sagt von Carolath. Und deshalb gibt es Gegenwehr. Die Landesregierung hatte erklärt, dass bis März 2010 Bestandsschutz für die so genannten Ausflugsorte gelten solle, erst dann würden mögliche Gesetzesänderungen diskutiert. „Das dürfte für viele Händler zu spät sein“, sagt von Carolath.
Doch die Landesregierung stellt sich bisher stur. „Besonders unverständlich, da sich fast alle gesellschaftlich relevanten Gruppen – von den Gewerkschaften, über den Einzelhandelsverband bis zu den Kirchen – vehement und eindeutig gegen mehr Sonntagsöffnungen ausgesprochen haben“, sagt von Carolath.
Unter Federführung der Industrie- und Handelskammer treffen sich jetzt am Dienstag alle Bürgermeister der Region, um eine gemeinsame Formulierung zu finden, mit der die Städte der Region selbst den Status Ausflugsort fordern werden. In der Hoffnung, dass diese Androhung die Landesregierung zum Einlenken bewegt.
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