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Günter Lach: Noch einmal große Politik

Treffen mit Günter Lach (aktuelles CDU-Bundestagsmitglied und -kandidat 2017). Foto: regios24/Joachim Mottl

Der CDU-Politiker kandidiert bei der Bundestagswahl für Helmstedt-Wolfsburg.

Von Jörg Kleinert, 11.04.2017.

Wolfsburg/Helmstedt. „Ich wollte nie in die große Politik.“ Dieser Satz, ausgesprochen von Günter Lach, ist längst überholt. Seit 2009 sitzt der 62-jährige Vorsfelder für die CDU im Deutschen Bundestag, im September tritt der Christdemokrat bei der Bundestagswahl für den Wahlkreis Helmstedt-Wolfsburg erneut für seine Partei an.

Geht es nach Lach, bleibt er Bundestagsabgeordneter bis 2021 – das Ende der nächsten Legislaturperiode. „Ich wäre dann 67 und im Rentenalter. Danach wäre für mich aber Schluss mit der großen Politik.“ Auf kommunalpolitischer Ebene könne er sich das Weitermachen indes gut vorstellen. Lach mag es, mit den Augen und Ohren nah an den Problemen und Wünschen der Menschen in seinem Umfeld zu sein.

Politischer Spätstarter
Politisch ist Lach ein Spätstarter. „Ich kam erst im Alter von 42 Jahren zur Kommunalpolitik“, erzählt er. Seit 1996 ist Lach Mitglied im Ortsrat Vorsfelde und im Rat der Stadt Wolfsburg. 2001 wurde der gebürtige Vorsfelder zum Ortsbürgermeister Vorsfeldes gewählt. Von 2006 bis 2011 war er ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Wolfsburg – ein Amt, das er seit 2016 erneut bekleidet.
Neben seiner beruflichen hat Lach eine lange Volkswagen-Biografie. 1970 ließ er sich beim Autobauer zum Werkzeugmacher ausbilden, über Fortbildungen wurde er technischer Angestellter in der Volkswagen-Produktionsplanung im Bereich Leistungsdaten. Seit seiner Direktwahl 2009 zum Bundestagsabgeordneten ist Lach bei Volkswagen freigestellt. Dass er im Alter von 55 Jahren noch die große politische Bühne bestieg, war eigentlich nicht Teil seiner Lebensplanung, sagt Lach. 2008 suchte die CDU einen Bundestagskandidaten für den Wahlkreis Helmstedt-Wolfsburg – und fragte bei Lach an. Der Vorsfelder kannte sich schließlich in beiden Teilen des Wahlkreises aus. Lach engagierte sich im Kyffhäuser-Kreisverband Helmstedt-Wolfsburg, dessen Vorsitz er seit 1986 innehatte. Der 62-Jährige stimmte zu, ließ sich aufstellen und holte sich 2009 das Direktmandat.

Sesshaft ist Lach in der Bundeshauptstadt jedoch nicht, trotz der 23 bis 25 parlamentarischen Sitzungswochen im Jahr. „Ich habe keine Wohnung dort“, erzählt er. „Ich wollte die Bodenhaftung und den Kontakt zu meinem Wahlkreis nicht verlieren.“ Vielmehr nutze er die gute Bahnanbindung Wolfsburgs an die Hauptstadt, erzählt Lach. „Morgens fahre ich um 6.20 Uhr nach Berlin, abends geht es je nach Tagesordnung zurück.“

Seit 2009 gehört der leidenschaftliche Skatspieler und HSV-Fan Lach dem Bundestags-Innenausschuss an, als Hobby-Sportschütze ist er Berichterstatter für das Waffenrecht. Außerdem sitzt Lach im Verkehrsausschuss, vertritt dort die Interessen der Region zum Beispiel beim Thema Ausbau A 39 oder anderer wichtiger Verkehrswege wie die B 188 oder die A 2.

Eine Berlin-Woche sei stets eng getaktet mit Fraktions- und Ausschusssitzungen – meist dienstags und mittwochs –, dazu Fragestunden mit der Bundesregierung. Donnerstags und freitags schließen sich Parlamentssitzungen an, die um neun Uhr beginnen und mitunter bis in die Nacht dauern.

Politischer Einsatz
Stets im Blick behält Lach immer seinen Wahlkreis. Denn: „Es geht um den Erhalt von Arbeitsplätzen.“ Zum Beispiel im strukturschwächeren Landkreis Helmstedt. Für das Kraftwerk Buschhaus und den Tagebau Schöningen müssen neue Industrieunternehmen gefunden, mit Flächen versorgt und angesiedelt werden, sagt Lach. Auch dafür will er sich im politischen Berlin einsetzen. „Deshalb möchte ich meine Arbeit in Berlin noch ein paar Jahre fortsetzen.“


Nachgehakt bei Günter Lach - Zehn Fragen an den Politiker

?Ich kandidiere für den Bundestag, weil…

!…ich die Zukunft unseres Landes und meines Wahlkreises mitgestalten möchte.


?Für meinen Wahlkreis will ich in Berlin vor allem erreichen, dass...

!…die Menschen aus meinem Wahlkreis mit ihren Interessen und Problemen gut in der Bundespolitik vertreten sind.


?Wenn ich in Berlin nur ein einziges politisches Projekt umsetzen dürfte, dann wäre das...

!…Steuererleichterung für ehrenamtliche Arbeiten.


?Immer mehr Menschen wenden sich von der Politik ab, weil...

!...die Zusammenhänge immer komplizierter, die Diskussionen immer länger und Entscheidungen immer seltener getroffen werden.


?Die Schlagzeile, die ich am liebsten über mich lesen würde, sollte lauten:

!Lach als Direktkandidat zum dritten Mal wieder im Deutschen Bundestag.


?Meine politischen Vorbilder sind...

!… Helmut Kohl durch seine Mitgestaltung zur Deutschen Einheit und Helmut Schmidt wegen seines Durchsetzungsvermögens oftmals über die Gesetzgebung hinweg (wie zum Beispiel die Flutkatastrophe in Hamburg).


?Meine größten persönlichen Stärken sind...


!…meine Bodenständigkeit und die Traditionspflege.


?Meine größten persönlichen Schwächen sind...

!…Bratkartoffeln mit Speck und Zwiebeln zu jeder Tageszeit.


?Mein Lebensmotto lautet:

!…Wer rastet, der rostet!


?Wenn ich nicht in den Bundestag gewählt werde, dann...

!…werde ich mich weiterhin mit ganzer Kraft in der Kommunalpolitik und dem Ehrenamt engagieren.
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