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Grüne Anfrage zur Radverkehrsführung am Leonhardplatz

Leonhardstraße / Leonhardplatz (01.03.2018)
 
Leonhardstraße / Leonhardplatz (01.03.2018)
Im Bauausschuss am Dienstag (27.02.2018) wurde noch eine weitere Anfrage unserer Ratsfrau Lisa-Marie Jalyschko behandelt. Bei einem Ortstermin im Vorfeld (am Rosenmontag) hatte sie sich als Stellvertretende Ausschussvorsitzende ein genaues Bild von der Verkehrssituation im Stadthallen-Umfeld gemacht. Hier der komplette Wortlaut im Detail:

„Die Planung für die Kreuzung Leonhardstraße / Altewiekring wurde 2014 und später in veränderter Version 2016 dem Stadtbezirksrat und dem Planungs- und Umweltausschuss (PlUA) zur Beschlussfassung vorgelegt. Zum Radverkehr wurde in der Vorlage schriftlich nur relativ wenig ausgeführt, in den Plänen gab es unterschiedliche Darstellungen. Nun ist bereits ein Teil der Kreuzung gebaut und die Verkehrsführung für den Radverkehr erlebbar.

Neu in Braunschweig werden dort in allen Fahrtrichtungen separate Aufstellflächen für links abbiegende RadfahrerInnen und damit das indirekte Linksabbiegen vorgesehen. Die LinksabbiegerInnen erhalten zurzeit ein zusätzliches Freigabesignal. Dies schaltet zur Räumung der Kreuzung kurz auf Grün und zwar nach vermuteter Räumung des Kreuzungsbereichs durch den motorisierten Verkehr. Vorgesehen ist die Aufstellung der RadfahrerInnen in der Geradeausfahrtrichtung rechts neben dem Radfahrstreifen. Für den linksabbiegenden Radverkehr aus der Leonhardstraße stadtauswärts ist eine relativ weitläufige indirekte Führung bereits durch die Markierung festgelegt. Radfahrerinnen müssen dort zunächst weit nach rechts verschwenken, um zur Aufstellfläche zu gelangen. Diese Festlegung war in keinem der dem PlUA vorgelegten Pläne enthalten.

Ohne diese Einrichtungen dürften linksabbiegende RadfahrerInnen nach Freigabe der Geradeausrichtung in die Kreuzung einfahren und entsprechend der Verkehrslage jederzeit nach links abbiegen und weiterfahren. Insofern wird das Linksabbiegen für die RadfahrerInnen durch die zusätzliche Signalisierung eingeschränkt, vermutlich in der Hoffnung auf mehr Sicherheit.

Problematisch ist darüber hinaus, dass es zwei (bis drei) Lichtsignale für den Radverkehr gibt, die vom Straßenrand aus, also vor der Kreuzung gleichzeitig sichtbar sind, aber unterschiedliche Farben zeigen. Es erscheint gerade angesichts der Tatsache, dass in Braunschweig RadfahrerInnen zum Teil durch Lichtzeichen auf der gegenüberliegenden Fahrbahn und zum Teil durch Lichtzeichen vor der Fahrbahn geleitet werden, nicht unwahrscheinlich, dass das Signal für die LinksabbiegerInnen auch von der Wartezone vor der Kreuzung aus als Freigabezeichen eben zum Linksabbiegen missverstanden wird und RadfahrerInnen gerade dann in die Kreuzung einfahren, wenn der Querverkehr freie Fahrt erhält. Im Interesse der Eindeutigkeit wäre möglicherweise zu bevorzugen, dass jeweils hinter der Fahrbahn ein Lichtsignal parallel zu dem vor der Kreuzung schaltend angeordnet wird, das dann für die LinksabbiegerInnen eine sichere Überquerung der Gegenfahrbahn gewährt. Dann könnten sich die LinksabbiegerInnen auch zur Weiterfahrt in der fortzusetzenden Fahrtrichtung aufstellen und dadurch auch den Verkehr, der an ihnen vorbei geradeaus weiterfährt, besser wahrnehmen.

Für RadfahrerInnen aus Richtung Bahnhof in Richtung Norden sind sogar drei unterschiedlich geschaltete Radfahrerampeln sichtbar, wenn sie vor der Kreuzung warten. Die Ampel für Linksabbieger aus der Leonhardstraße stadtauswärts ist – möglicherweise noch provisorisch – am Mast zu sehr in Richtung Süden verschwenkt und insofern zusätzlich missverständlich. Eine kurzzeitige Verkehrsbeobachtung hat gezeigt, dass Radfahrerinnen viele verschiedene Wege nutzen, um die Kreuzung zu queren und zumindest zurzeit noch keine Routine dabei entstanden ist, die der eigentlich – rechtlich sicher völlig korrekt – geplanten Verkehrsführung entspräche.

Vor diesem Hintergrund bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Gab es Unfälle mit Radfahrerbeteiligung und / oder Rückmeldungen aus der Bevölkerung zu der aktuellen Führung des Radverkehrs (Lob, Beschwerden, Nachfragen, Anregungen)?
  2. Wie überprüft die Verwaltung das Funktionieren der gewählten Verkehrsführung?
  3. Erwartet die Verwaltung eine höhere Verkehrssicherheit aus der Signalisierung für LinksabbiegerInnen und falls ja, wodurch?“

Auch diese Anfrage wurde von Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer beantwortet:


Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
im Rat der Stadt Braunschweig
Rathaus, Zi. A 1.60/61
38100 Braunschweig
Tel.: 05 31/470-32 98
Fax: 05 31/470-29 83
E-mail: gruene.ratsfraktion(at)braunschweig.de
Internet: http://www.gruene-braunschweig-ratsfraktion.de
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