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Grenzen erreicht

Das städtische Wachstum und seine Folgen.

Von Marion Korth, 01.06.2014.

Für das Wachstum Braunschweigs sind in den vergangenen Jahren vor allem landwirtschaftliche Flächen verloren gegangen, teilte Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann in der Ratssitzung am Dienstag mit.

Die Grünen hatten gefragt, welche Auswirkungen der Bauboom in der Stadt hat, und ob das Wachstum zulasten von Grünflächen und Naturschutzgebieten geht.
Insgesamt sind die bebauten Flächen von 2001 bis 2013 (für das Jahr 2002 hat die Stadt keine Daten) um 415 Hektar beziehungsweise 5,8 Prozent gewachsen. Die unbebauten Flächen schrumpften um 407 Hektar (3,5 Prozent).

Dass im gleichen Zeitraum aber Erholungsflächen erweitert worden sind sowie die Zahl und die Größe der Naturschutzgebiete zugenommen hat, außerdem seit 2002 keine Landschaftsschutz- oder Naturschutzflächen ihren Schutzstatus verloren haben, rechnete sich Oberbürgermeister Hoffmann als „ökologisch vorbildliche Flächenbilanz“ an. „Wir können zufrieden sein, dass wir diesen Spagat in einer so engen, aber so stark nachgefragten Stadt hinbekommen haben“, sagte er weiter. Dr. Dr. Wolfgang Büchs (Bibs) hielt dagegen und erinnerte an die Abholzung alter Bäume für den Flughafenausbau, der durch Aufforstung nur ungenügend ausgeglichen sei.

Für die Zukunft sei abzusehen, dass Braunschweig an Grenzen stoßen wird, auch wenn generell die Innenstadtentwicklung Vorrang haben soll. Hoffmanns Forderung: „Wir brauchen eine Gebiets- und Verwaltungsreform.“ Wolfsburg benötige bereits Eingemeindungen, um den Druck auf die Fläche zu nehmen, dies gelte erst recht für das im Verhältnis kleinere Braunschweig mit rund doppelt so vielen Einwohnern je Quadratkilometer.
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1 Kommentar
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Wilfried Schäfer aus Hondelage | 01.06.2014 | 10:41  
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