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Gemeinsam für die fünfte Gesamtschule

SPD, Grüne, Linke, Bibs und Piraten stellen interfraktionellen Antrag – Betrieb soll schon im nächsten Schuljahr beginnen.

Von Marion Korth, 26.10.11

Braunschweig. Mit einem gemeinsamen Antrag zur ersten Sitzung des neuen Rates am 8. November wollen SPD, Grüne, Linke, Bibs und Piraten sicherstellen, dass eine fünfte Integrierte Gesamtschule (IGS) bereits zum nächsten Schuljahr ihren Betrieb aufnehmen kann. Darauf haben sich die Ratsfraktionen am Montag geeinigt. Zudem sollen das Lessinggymnasium Wenden, die Nibelungen-Realschule und die Grundschule Hinter der Masch in Ganztagsschulen umgewandelt werden.

Der Vorschlag der CDU, erst die Bürger zu befragen, wird abgelehnt. „Wir sind für die direkte Bürgerbeteiligung, aber sie muss Sinn machen. Wir dürfen das Recht der Eltern auf die freie Schulwahl nicht einfach aushebeln“, betonte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Dr. Elke Flake. Da mehr als die Hälfte der Eltern in Braunschweig ihre Kinder an der IGS anmelden, sei der Elternwille klar erkennbar. Als Standort für die neue IGS wird das Schulzentrum Heidberg vorgeschlagen. „Das hat genau die richtige Größe und die richtige Lage im Süden der Stadt“, sagte Flake.
Die Stadtverwaltung hat dem Rat unterdessen mitgeteilt, dass es ohne eine „umfassende Schulentwicklungsplanung“ nicht möglich sei, darzustellen, welche Auswirkungen es auf die bestehenden Schulen hätte, wenn Braunschweig eine fünfte IGS bekommt. Die dafür benötigte Bearbeitungszeit lasse es aus Sicht der Verwaltung nicht zu, dass die IGS bereits im nächsten Schuljahr ihren Betrieb aufnimmt, sondern erst im Schuljahr darauf. Die Verwaltung will eine Beschlussvorlage erst nach einem verbindlichen Beschluss in der Ratssitzung erstellen. Die Zeit drängt, soll die neue Schule ihren Betrieb im Sommer 2012 aufnehmen. Der Antrag, eine fünfte IGS betreiben zu dürfen, müsste nach Verwaltungsangaben spätestens zum 1. Februar 2012 bei der Schulbehörde vorliegen. Der Vorschlag der CDU, die Bürger zur fünften IGS zu befragen, ist in dem Zeitplan nicht berücksichtigt worden.
Die fünfzügige IGS (einschließlich dreizügiger Oberstufe) würde sämtliche Räume der Hauptschule und Realschule am Heidberg erfordern. Haupt- und Realschule an diesem Standort werden dann jahrgangsweise auslaufen. Die Schüler dort sollen noch ihren Abschluss machen können.
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