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Gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Gut 20 Frauen und Männer nahmen am Valentinssonntag an der Tanzaktion zur weltweiten Kampagne „One Billion Rising“ auf dem Platz vor den Schloss-Arkaden teil. Foto: André Pause

Flashmob zur Kampagne „One Billion Rising“ mit geringer Beteiligung

Von André Pause, 14.02.2016.

Braunschweig. Regenwetter verheißt bei Aktionen unter freiem Himmel selten Gutes in Sachen Aufmerksamkeitsökonomie. Das bekamen am Valentinssonntag die Teilnehmer des Flashmobs zu spüren, der im Rahmen der weltweiten Kampagne „One Billion Rising“ (eine Milliarde erhebt sich) auf dem Platz vor den Schloss-Arkaden stattfand.

Etwa 20 Minuten inklusive Proberunde dauerte die Tanzeinlage, die aufgrund der äußeren Umstände allerdings quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Ziel, der von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler im Jahre 2012 initiiert Aktion, ist die Gleichstellung sowie das Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

In Braunschweig haben Lorenza Buogo und Nina Knöchelmann den Flashmob organisiert. Beide sind Studentinnen und arbeiten in der Frauenbibliothek der TU Braunschweig. „Ich habe in Italien schon einmal mitgetanzt, als eine Lehrerin uns Schüler gefragt hat, ob wir mitmachen wollen. Eigentlich sollte die Aktion jedes Jahr und überall stattfinden. Es ist ein wichtiges Thema, wenn man davon ausgeht, dass statistisch eine von drei Frauen sexistischen Übergriffen ausgesetzt ist“, sagt Lorenza Buogo, während ihre Mitstreiterin Nina Knöchelmann auf regelmäßige stattfindende Veranstaltungen zum Thema in der Frauenbibliothek hinweist.

Für kommende Aktionen würden die Initiatorinnen gerne die Kommission für Gleichstellung der TU und das 8. März-Bündnis mit im Boot haben. „Ich hoffe, dass wir dann im nächsten Jahr mit mindestens 100 Leuten hier stehen“, sagte ‚Vortänzerin‘ Steph nach der Performance. Der eine oder andere interessierte Zuschauer wäre sicherlich auch nicht verkehrt.
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