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Fürs Klinikum Braunschweig am Limit gelaufen

Liefen für das Klinikum Braunschweig am Limit: Ina Dombrowski und Frank Stemmler. Foto: Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG)
Braunschweig: Klinikum Braunschweig |

16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums Braunschweig haben jetzt ihre Teilnahme am Hannover-Marathon genutzt, um auf die unzureichende finanzielle Situation der Krankenhäuser in Niedersachsen hinzuweisen. Gemeinsam mit etwa 240 weiteren Krankenhausmitarbeitern aus Niedersachsen starteten sie in den unterschiedlichsten Disziplinen gemäß dem Motto: „Ich laufe am Limit…für mein Krankenhaus!“



Ausgestattet mit einem 2DRITTEL-Lauftrikot, verdeutlichten die Starter, dass sie alle für ihre Krankenhäuser ans Limit gehen. Mit der Kampagne „2/DRITTEL – Niedersachsens Krankenhäusern droht das Aus!“ macht die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG) auf die prekäre finanzielle Situation der Kliniken aufmerksam. Denn in den Jahren 2013 und 2014 haben rund 2/DRITTEL der niedersächsischen Krankenhäuser rote Zahlen geschrieben. „Und das liegt nicht an falscher Planung oder Missmanagement, sondern an der völlig unzureichenden finanziellen Ausstattung“, verdeutlichte NKG-Verbandsdirektor Helge Engelke. Nur noch ein Drittel der Krankenhäuser erwirtschafteten Überschüsse, die zwingend notwendig seien, um auch zukünftig die hohe Leistungsfähigkeit beizubehalten.

„Ich habe am Marathon teilgenommen, weil ich glaube, dass man sich nach den Schichten im Krankenhaus genau so fühlt wie nach einem Marathon. Mit meiner Teilnahme möchte ich auf die immer prekärer werdende Personalsituation besonders in der Pflege hinweisen", erklärte zum Beispiel Stationsleiter Frank Stemmler aus der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Klinikums Braunschweig seine Motivation für die Teilnahme am Halbmarathon, den er in 1:42:47 bewältigte. Den Halbmarathon absolvierte auch Ina Dombrowski vom Institut für Mikrobiologie, Immunologie und Krankenhaushygiene. „Wir helfen gern“, erklärte sie. „Aber wer hilft uns?“ Die Politik in Land und Bund müsse endlich eine dauerhafte und verlässliche Finanzierung der Krankenhäuser ermöglichen.

Frank Dannenberg, der in der Informationstechnologie (IT) des Klinikums Braunschweig tätig ist, startete ebenfalls über die Marathon-Distanz von 42,195 Kilometern: „Krankenhäuser und ihre Mitarbeiter sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr im Einsatz. Wie lange soll das noch funktionieren, wenn die Politik nicht bereit ist, die entsprechenden Kosten zu schultern?“ Dannenberg schaffte die Marathon-Distanz übrigens in 4:28:20.

Mehr Informationen im Internet unter www.2drittel.de.
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