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„Für uns eine große Ehre“

Vor dem Denkmal „Monument aux Morts“ in Roselies (von links): Peter Rosenbaum, Dr. Wolfgang Büchs (Vertreter der Bibs-Fraktion im Rat der Stadt) und ein belgischer Gast. Foto: privat

Erinnerung an die Schlacht an der Sambre – Stadt erstmals offiziell vertreten.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 26.08.2015.

Braunschweig. „Sie begehen heute hier in feierlicher Form den 101. Jahrestag der Schlacht an der Sambre. Es ist für Frau Kulturdezernentin Dr. Hesse und mich als Bürgermeisterin der Stadt Braunschweig eine große Ehre, dass wir an dieser Gedenkveranstaltung teilnehmen dürfen“ – mit diesen Worten begann Bürgermeisterin Annegret Ihbe am Wochenende ihre Rede zur Gedenkfeier in Aiseau-Presles (dem ehemaligen Roselies).

„Warum sind wir heute als Vertreterinnen der Stadt Braunschweig bei Ihnen, um gemeinsam der Ereignisse im August 1914 zu gedenken?“, fuhr die Bürgermeisterin fort, „diese Frage ist eigentlich ganz einfach zu beantworten, denn zu den deutschen Truppen, die am 22. und 23. August hier in Roselies zum Einsatz kamen, gehörte auch das 92. Infanterieregiment, dessen Angehörige zum überwiegenden Teil aus dem Herzogtum Braunschweig stammten.“

Die Bibs-Fraktion hatte im vergangenen Jahr den Anstoß gegeben, Kontakt mit der belgischen Stadt aufzunehmen. „Noch vor einem Jahr wusste kaum jemand, was es mit dem Namen ‘Roselies’ im südöstlichen Neubaugebiet Braunschweigs für eine Bewandtnis hat“, sagt Bibs-Fraktionsvorsitzender Dr. Wolfgang Büchs. „Erstmals nahmen dieses Jahr auch offiziell Vertreter der Stadt an diesen Gedenkfeiern teil“, freut sich Büchs, „die gemeinsamen Gedenkfeiern am Wochenende waren äußerst bewegend und eindrucksvoll.“ Die durch den Oberbürgermeister Ulrich Markurth angeregte Erinnerungspartnerschaft des letzten Jahres habe somit Fahrt aufgenommen. „Braunschweig ist damit die erste Stadt Niedersachsens, die den Mut hat, sich zur Vergangenheit ihrer Regimenter im August 1914 in Belgien zu bekennen, um freundschaftliche Beziehungen über diese Erinnerungspartnerschaft aufzubauen. Roselies und Rouen sei dafür gedankt.“

Ein Forschungsteam am Landesmuseum untersucht seit einigen Monaten, was genau im August 1914 in Roselies geschehen ist. Die Ergebnisse werden in Kürze im Kulturausschuss vorgestellt.
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